Internationales Plastikrecycling

Hand an den Recycling-Müll legen wollen (v.l.n.r.) Patrick Danyi-Fennaa und Aliu Mohammed aus Ghana gemeinsam mit Franziska Althöfer und Hanna Schmid aus Deutschland. Die Brücke zueinander fanden sie über das ASA-Programm von „Engagement Global“, die RMS (Ruhr Master School) und das Zentrum für Recyclingtechnik an der Westfälischen Hochschule. Foto: WH/BL

Nichts weniger als die globale Nachhaltigkeit ist das Ziel des studentischen Projekts „Ein nachhaltiger Beitrag zum Umweltschutz durch eine Analyse von Abfallmanagementstrukturen“, bei dem zwei deutsche Studentinnen und zwei ghanaische Studenten erforschen, wie man das Recycling von Plastikabfall und organischem Abfall in der Metropole Ruhr und in Ghana verbessern kann.

(BL) Insgesamt ein halbes Jahr arbeiteten die Projektmitglieder erst drei Monate gemeinsam in Deutschland an der Westfälischen Hochschule in der Metropolregion Ruhr und anschließend ein Vierteljahr im nördlichen Ghana, in der Region Tamale. Den Start machte die Arbeit in Gelsenkirchen. Patrick Danyi-Fennaa und Aliu Mohammed aus Ghana sowie Franziska Althöfer und Hanna Schmid aus Deutschland recherchierten zu Plastikmüll und organischem Abfall. „Dazu ermittelten wir die regional anfallenden Mengen von LDPE, PET, PS und Bio-Müll, wie sie im Abfallstrom gesammelt und behandelt werden und wo sie in welcher Form verbleiben, ob sie zu neuen Nutzobjekten verarbeitet oder in der Verbrennung energetisch genutzt werden“, so Althöfer und Schmid. LDPE, das ist „Low Density Polyethylen“, PET ist Polyethylenterephtalat und PS Polystyrol. Hier konnten vor allem Franziska Althöfer und Hanna Schmid ihre regionalen Erfahrungen einbringen.

Mit der Unterstützung von Doktorand Tobias Althoff und Prof. Dr. Ralf Holzhauer vom Zentrum für Recyclingtechnik besichtigte das Forschungsquartett beispielsweise eine Wertstoffaufbereitungsanlage in Iserlohn, wo sie außerdem auf einen Absolventen der Hochschule trafen: Simon Sadowski, Bachelor-Absolvent der Entsorgungstechnik und Master-Absolvent im Studiengang „Systems Engineering and Facilities Management“ ist heute dort stellvertretender Anlageleiter.

Im zweiten Teil des Projekts waren dann in Ghana die regionalen Kenntnisse von Patrick Danyi-Fennaa und Aliu Mohammed gefragt. Im Norden Ghanas, in der Region Tamale, wiederholte sich die Recherche zum Thema „Waste Mangement“. Danach ging es um die wissenschaftliche Schlussfolgerung, etwa in gemeinsamen Workshops an der Tamale-Universität. Beidseitiger Austausch wurde dabei großgeschrieben. Patrick Danyi-Fennaa und Aliu Mohammend betonen das gegenseitige Lernen: „Wir hoffen, dass wir mit den Erkenntnissen, die wir als Team im Projekt erarbeiten, einen Beitrag zu nachhaltigem Abfallmanagement und Recycling leisten können.“