Care-Arbeit in Krankenhaus und Kita

Care-Arbeit in Krankenhäusern und Kitas steht vor großen Veränderungen. Bild: @vege/fotolia

Das IAT fragt, wo dabei die Interessen der Beschäftigten bleiben und startet ein Forschungsprojekt.

(CB) Care-Arbeit – sorgen für und sich kümmern um Patienten, Kinder, Kunden – umfasst Bereiche von enormer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Diese Tätigkeiten beispielsweise in Krankenhaus oder Kita sind zur Zeit im Umbruch, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und der Charakter dieser professionalisierten, persönlichen und interaktiven Care-Arbeit werden nachhaltig verändert. Wie diese betrieblichen Reorganisations- und Mitbestimmungsprozesse ablaufen und positiv gestaltet werden können, untersucht das Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) in einem aktuellen, von der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) geförderten Forschungsprojekt.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Instituts für Soziologie der Leibniz-Universität Hannover werden in den nächsten zwei Jahren betriebliche Reorganisations- und Mitbestimmungsprozesse der Care-Arbeit in Krankenhäusern und Kitas analysiert. Einerseits geht es um die Frage, wie materielle Arbeitsbedingungen wie Vergütung, Arbeitszeiten, Nebenleistungen verbessert werden können. Gleichzeitig verfolgen die Beschäftigten den Anspruch, dass ihre berufsfachlichen Leistungen als hochwertig, produktiv und gesellschaftlich unerlässlich anerkannt werden. Hier entstehen Konflikte, die die betrieblichen Interessenvertretungen vor erhebliche Herausforderungen stellen.

Im Ergebnis soll das Forschungsvorhaben unausgeschöpfte Gestaltungsspielräume für bessere Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen identifizieren und Antworten auf die Frage liefern, wie die betriebliche Mitbestimmungspraxis künftig vor dem Hintergrund unterschiedlicher und auch widersprüchlicher Interessen von Beschäftigten gestaltet werden kann.

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