Anhui lernt von Gelsenkirchen

In der Glasarkade des Wissenschaftsparks stellten sich die Besucher aus dem Reich der Mitte mit Delegationsleiter Hu Qisheng und IAT-Forschungsdirektor Dr. Stefan Gärtner (Mitte) zum Erinnerungsfoto auf. Foto: IAT

Eine Delegation aus der chinesischen Provinz Anhui informierte sich am Institut „Arbeit und Technik“ darüber, was man an der Ruhr für den Strukturwandel in China lernen kann.

(CB) Eine Delegation aus der chinesischen Provinz Anhui besuchte jetzt das Institut „Arbeit und Technik“ (IAT), um sich über den Strukturwandel im Ruhrgebiet zu informieren. Dr. Stefan Gärtner, Direktor des IAT-Forschungsschwerpunkts Raumkapital, begrüßte die Gäste und schilderte in seinem Vortrag Erfahrungen, Probleme und Erfolge aus rund 50 Jahren wirtschaftlichen Umbaus an der Ruhr. Das IAT wurde vor über 25 Jahren vom Land NRW als „Denkfabrik für den Strukturwandel“ ins Leben gerufen. Der Standort im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, dessen moderne Architektur die chinesischen Gäste sehr beeindruckte, war damals mit Absicht gewählt worden, um an dem Montanstandort mitten im Revier neue Anstöße für Bildung, Wissenschaft und Forschung zu geben.

Hu Qisheng, der als Senior-Berater der Volksregierung die Delegation von Bürgermeistern, Regierungsvertretern und Fachorganisationen aus der Provinz Anhui leitete, wies auf viele Parallelen hin: Wie in den letzten Jahrzenten im Ruhrgebiet geht es jetzt in der chinesischen Region darum, einen Standort der Montan- und Schwerindustrie zu einem vielfältigen Konzern- und Dienstleistungsstandort zu entwickeln. Erfahrungen, die schon in anderen Ländern und Regionen gemacht wurden, sollen dabei als „Beispiele bester Praxis“ helfen.