Station 7608 ist abfahrbereit

Christian Kellmann vom Asta betreut das Projekt „campusRad“. Es beschert den Studierenden beim Anbieter Metropolrad Ruhr 60 Freiminuten zum Radeln. Einmal anmelden, später nur über die Radnummer die Schlossnummer abrufen und losradeln. Foto: WH/BL

Umsonst Leih-Fahrrad fahren können seit einiger Zeit die Studierenden der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Dank einem Vertrag zwischen dem „Allgemeinen Studierendenausschuss AStA“ als Vertreter der Studierenden und der Metropolrad-Ruhr-Gesellschaft bekommen die Studierenden 60 Minuten geschenkte Fahrzeit. Wer länger will, muss bezahlen oder eine Viertelstunde warten. Dann gibt es die nächste Stunde freie Fahrt. Das Projekt heißt „campusRad“.

(BL) Das Angebot gilt zwar für alle, aber nur die Westfälische Hochschule am Standort Neidenburger Straße in Gelsenkirchen-Buer hat eine eigene Radstation von Metropolrad Ruhr. Und so geht es: Einmalig die App von Metropolrad Ruhr aufs Smartphone speichern und sich mit seiner Studierenden-E-Mail-Adresse und der Mobiltelefonnummer anmelden. Bei der Ausleihe ruft man die App auf und gibt die Radnummer des Fahrrads, das man ausleihen will, an. Zurück kommt die Nummer für das Zahlenschloss am Fahrrad. Zur zeitgesteuerten Abrechnung muss man das Fahrrad dann nach der Nutzung wieder an einer Metropolrad-Station zurückstellen, es abschließen und die Stationsnummer der Rückgabe per Smartphone übermitteln. Fertig.

Wer nicht einfach nur radeln will, sondern das Fahrrad als Verkehrsmittel einsetzt, für den ist es wichtig, die für ihn entscheidenden Radstationen in der Umgebung zu kennen. Ganz wichtig ist sicherlich die Station am Kunstmuseum in Buer, da sie direkt am zentralen Omnibus- und Straßenbahnhof liegt. Da kann man dann in Bus und Bahn umsteigen, wenn man den Bus von der Hochschule nach Buer verpasst hat oder gerade keiner fährt. Also beispielsweise in der vorlesungsfreien Zeit oder am Abend. Weitere strategisch günstige Radstationen sind der Bahnhof Buer Süd, der Nordbahnhof Buer oder mit flottem Tritt der Hauptbahnhof Gelsenkirchen. Alle Stationen kann man über die Karte auf www.metropolradruhr.de einsehen.

Dort gibt es auch Extra-Informationen für Studierende. Neben der Westfälischen Hochschule machen die Hochschule und Ruhr-Universität in Bochum, die Bochumer Hochschule für Gesundheit, die Universität Duisburg-Essen, die Folkwang-Universität der Künste und die Hochschule Ruhr-West mit. Nutzen können das Fahrrad aber nicht nur Studierende, sondern alle, die anderen aber kostenpflichtig.

Damit die Studierenden der Westfälischen Hochschule den 60-Minuten-Fahrspaß kostenfrei nutzen können, zahlt der Asta jedes Semester 1,50 Euro für jeden Studierenden pauschal an die Betreibergesellschaft. „Das Geld“, so Asta-Mitglied Christian Kellmann, „kommt aus dem Asta-Etat und damit aus den Sozialbeiträgen der Studierenden.“ Zu Beginn des Sommersemesters hatten sich bereits rund 80 Studierende fürs Metropol-Fahrrad angemeldet. Aber wenn das Wetter im Sommer fahrradfreundlicher als im Winter ist, könnten es ja noch deutlich mehr werden. Anmeldung genügt.