Lumen, Lux und LEDs

Die zurzeit modernsten Leuchten sind Kassetten-LED-Lampen. Dirk Bietenbeck vom Dezernat Gebäudemanagement hat sie beispielsweise in die Decke des PC-Pools im Gelsenkirchener Informatikgebäude eingebaut. Die Diffusorscheiben sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Lichts und erinnern ein wenig an die Deckenleuchten, wie sie der Architekt Frank Lloyd Wright verwendete, etwa in den berühmten Haus „Fallingwater“. Foto: WH/BL

Die modernen Leuchtmittel haben die Lampenwelt für den Verbraucher nicht einfacher gemacht. Aus 15/25/60- und 100-Watt-Glühbirnen wurde eine Vielzahl von Leuchtstoffröhren, Stromsparbirnen und ganz neu: LED-Lampen. Auch die Westfälische Hochschule setzt auf moderne Leuchtmittel und ersetzt in vielen Lehrräumen und Hochschulbüros die bisherigen Leuchten durch moderne LED-Lampen.

(BL) Das ist bestimmt auch umweltfreundlicher, vor allem aber viel billiger. Denn wo früher knapp 60 Watt verbraucht wurden, verbrauchen die LED-Lampen nur 20 bis 24 Watt, erläutert Siegmar Seland vom Dezernat für Gebäudemanagement: „Das bedeutet für die Stromrechnung der Westfälischen Hochschule eine Ersparnis von rund 60 Prozent.“ Die Hochschulabteilung Recklinghausen ist schon fast durch mit dem Austausch, Bocholt folgt, in Gelsenkirchen läuft der Austausch gerade.

Dabei achtet die Hausverwaltung darauf, dass die von der Arbeitsstättenverordnung geforderte Lichtstärke auf den Arbeits- und Schreibtischen eingehalten wird. „Wir müssen daher aus der Lumen-Angabe auf den Leuchten auf die Lux-Stärke auf der Arbeitsoberfläche umrechnen“, so Seland, „denn wie viel Licht auf dem Papier ankommt, hängt beispielsweise von der Deckenhöhe ab.“ Und die ist in den Hörsälen mit ansteigender Bestuhlung abschnittsweise zu berechnen. In den Arbeits- und Büroräumen hängt sie davon ab, ob und wie weit die Decke für darüber liegende Technik abgehängt wurde. Bei Prof. Jürgen Znotka von der Fachgruppe Informatik wurde die Decke gerade höher gelegt, damit der Raum besser belüftet wird. Im Zuge des Umbaus war er einer der ersten, die die neuen LED-Kassetten-Leuchten bekamen: „Sieht sehr gut aus, moderne Technik und ein sehr angenehmes Licht“, so Znotka.

Wie angenehm das jeweils werktätige Hochschulmitglied das Licht empfindet, ist individuell unterschiedlich, hängt aber auch von der Art der Tätigkeit ab: Im Übungs-OP wird anderes Licht gebraucht als im Büro oder im PC-Pool. Neben der Leuchtstärke können die Nutzer daher auch Wünsche für die Lichtfarbe anmelden. Seland: „Standardmäßig bauen wir die Lichtfarbe Cool-Weiß ein, das entspricht etwa 4000 Kelvin. Wer möchte, kann aber auch 3000 Kelvin bekommen, das ist dann warm-weiß.“

Die ausgebauten alten Röhren werden gesammelt und gesichtet. Diejenigen, die ihre Lebenslänge erreicht haben, werden umweltgerecht entsorgt. Hier ist Vorsicht geboten, denn sie enthalten Quecksilber. Noch funktionstüchtige Röhren werden erst mal verwahrt, für den Fall, dass man sie noch sinnvoll einsetzen kann, bis dann irgendwann alle Lampen auf LED-Technik umgerüstet sind und die „ältere Generation“ ins Recycling kann.