Projekt CamP

Klaus Hildebrandt (l.), Leiter des Zentrums für Informationstechnik und Medien an der Westfälischen Hochschule, ist der Informatiker hinter dem Projekt „Campusmanagement“. Neben ihm sind die Soziologin Susanne Steinke sowie der Sozialwissenschaftler und Sozialwirt Andreas Schwarze von der Stabsstelle für Qualitätssicherung im Projektbüro. Foto: WH/BL

Die bei der Westfälischen Hochschule benutzte Software für die Studierenden- und Prüfungsverwaltung und die dazu gehörigen Webschnittstellen sind bereits ziemlich alt und technisch in die Jahre gekommen. Klaus Hildebrandt, Leiter des Hochschul-Zentrums für Informationstechnik und Medien: „Die Software erfüllt die heutigen Anforderungen nicht mehr.“ Das Präsidium der Westfälischen Hochschule hat daher beschlossen, auf die neue Version des Programms „HISinOne“ des Softwareunternehmens „Hochschul-Informations-System“ umzustellen. Das Projekt trägt den Namen „CamP“ und Klaus Hildebrandt ist sein Projektleiter.

(BL) Das neue Programm soll Vorteile für alle bringen. Studieninteressierte können über das System den Fortschritt ihres Bewerbungsverfahrens für einen Studiengang online zeitnah verfolgen. Die Studierenden sollen auf einen Blick ihren Studienstand tagesaktuell einsehen können: belegte Veranstaltungen, abgelegte Prüfungen und die erreichten Noten. Online und damit von überall her können sie nach Freischaltung der Software in den entsprechenden Fristen ihre Rückmeldung veranlassen, sich für Prüfungen anmelden und andere Dinge erledigen, für die heute noch ein Gang ins Studierendensekretariat oder ins Prüfungsamt nötig sind. Die Lehrenden sollen von Verwaltungstätigkeiten entlastet werden, damit sie sich noch mehr auf ihre Aufgaben in Lehre und Forschung konzentrieren können.

Auch die Beschäftigten, vor allem in den Prüfungsämtern, können besser arbeiten: Studienrelevante Abläufe sollen einfacher und schneller bearbeitet werden können, der Datenbestand ist immer aktuell, die Abläufe eindeutig und transparent. Das Zentrum für Informationstechnik und Medien freut sich ebenfalls. Klaus Hildebrandt: „Wir erhalten ein integriertes Campusmanagementsystem, welches die Kernprozesse von Studium und Lehre für alle Benutzergruppen in einem Portal unterstützt.“
Und die Hochschulleitung bekommt  einen besseren Überblick: Sie kann tagesaktuell Statistiken und Berichte abrufen. Unter dem Strich soll das neue Campusmanagementsystem die Kommunikations- und Informationsflüsse zwischen allen Hochschulmitgliedern, egal ob auf der lernenden, der lehrenden oder der verwaltenden Seite, verbessern.

Zur Einführung des Campusmanagementsystems gibt es ein Projektbüro, das aus Klaus Hildebrandt vom Zentrum für Informationstechnik und Medien sowie aus Susanne Steinke und Andreas Schwarze von der Stabsstelle für Qualitätssicherung besteht. Sie begleiten die Einführung des neuen Programms „HISinOne“ und unterstützen die Anwender. Dem Projektteam zur Seite steht ein Fachbeirat, in dem etwa der Präsident, der Kanzler, je ein Vertreter der Dezernate und der Dekane sowie der Prüfungsausschussvorsitzenden sind. Außerdem sind beide Personalräte und der allgemeine Studierendenausschuss eingebunden.

Gestartet ist das Projekt bereits 2016 mit einem Vorprojekt, bei dem die „Prozesse in der Studierendenverwaltung und die vorhandene Systemlandschaft analysiert“ worden seien, so Hildebrandt. Insgesamt sind für die Projektdurchführung mindestens fünf Jahre veranschlagt, bis alles steht und läuft. Die Einführung soll in drei voneinander unabhängigen Schritten erfolgen: Anfang 2018 soll die Bewerbungssoftware (APP) für Studienbewerbung und Studienplatzvergabe ins Netz gehen, danach soll die Studierendenverwaltung (STU) an den Start gehen und schließlich die Prüfungsverwaltung (EXA), deren Umsetzung voraussichtlich noch bis Ende 2021 dauern wird.


Projektsite: www.w-hs.de/camp/