Konkurrenz für Manuel Neuer

In der Gelsenkirchener Abteilung Elektrotechnik spielen Prof. Dr. Markus Rüter (r.) und Student Tobias Grünefeld mit einem Kuka-Roboter „Bälle werfen“. Foto: Kuka

Ein Kuka-Roboter steht in der Gelsenkirchener Abteilung Elektrotechnik Studenten für Lehrveranstaltungen zur Verfügung. Der Roboter ist in der Lage, Bälle autonom vor einem Fußballtor abzuwehren. KUKA unterstützt das Projekt mit dem „KUKA Education Bundle“.

„Ziel der Roboterapplikation ist es, Studenten an die neueste Technik heranzuführen“, sagt Prof. Dr. Markus Rüter vom Fachgebiet „Steuerungs- und Regelungstechnik“. Der dabei eingesetzte Kuka-Roboter vom Typ KR 6 R700 wehrt mittels Leiste am Roboterarm Bälle, die aus einer Entfernung von fünf Metern geworfen werden, ab. Der eingesetzte Roboter, die Robotersteuerung und die entsprechende Software sind Teil des „KUKA Education Bundles“, welches KUKA eigens für Hochschulen und Universitäten entwickelt hat.

In der Applikation sind zwei Lichtgitter hintereinander aufgebaut, die die Geschwindigkeit und die Höhe des durchgeworfenen Tennisballes erfassen. Aus diesen beiden Größen wird die Wurfgeschwindigkeit, die Flugbahn und die Auftreffhöhe berechnet. Die Übermittlung der Information erfolgt als analoger Wert. Dazu wird eine Spannung zwischen null und zehn Volt von den Lichtgittern an den Roboter geleitet. Jede Spannung ist einer bestimmten Auftreffhöhe zugeordnet. So weiß der Roboter, in welche Höhe er verfahren muss.

„Der Roboter ist maximaler Belastung ausgesetzt. Schließlich muss er innerhalb von Millisekunden das eingehende Signal verarbeiten und in die entsprechende Höhe verfahren“, erklärt Prof. Rüter, der bereits Pläne für eine Erweiterung der Applikation auf dem Schreibtisch liegen hat. Bislang wehrt der Roboter die Bälle nur in einer Raumdimension ab. „Im nächsten Schritt soll der Roboter nicht nur in die Höhe, sondern auch seitlich verfahren können“, verspricht Rüter. Spätestens dann dürfte der Roboter ein sichererer Rückhalt als so mancher Fußballtorhüter werden. (Christoph Ruchlak)