4. Workshop „Digi-up!“ macht in 3-D

Ulrich Grunewald (r.) hielt einen Vortrag über den 3-D-Druck für Sandformen. Foto: Wirtschaftsförderung Bocholt/Dario Fidorra

Der vierte Workshop des „Digi-up!“-Projektteams führte in Bocholt mehr als 50 Gäste zur Firma Grunewald und informierte über das Thema 3-D-Druck. Simon Koller, Projektleiter seitens der Wirtschaftsförderung Bocholt, freute sich über die große Resonanz: „Die Themen werden gut angenommen und das Interesse bleibt stark.“

Eingeleitet wurde der Workshop durch Moses Wullweber, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Westfälischen Hochschule in Bocholt. Er erklärte die Funktionsweise eines handelsüblichen PLA-Druckers (PLA sind synthetische Polymere aus Milchsäuremolekülen, Anm.d.Red.), rechnete eine Beispielkalkulation für die Anschaffung eines solchen Druckers vor und präsentierte die aktuellen Aktivitäten der Hochschule in diesem Bereich. Eine sich anschließende Live-Demonstration eines mitgebrachten 3-D-Druckers, der über die Dauer der Veranstaltung ein Bauteil druckte, begeisterte die Teilnehmer.

Nachfolgend erklärte Grunewald-Geschäftsführer Ulrich Grunewald, wie er einen 3-D-Drucker für Sandformen in seiner Fertigung für Serienteile als festeingebundene Technologie verwendet und wie die Anbindung an das vorhandene ERP-Unternehmensplanungssystem für einen reibungslosen Ablauf im täglichen Gebrauch sorgt. „Man muss sich mit der 3-D-Druck-Technologie auseinandersetzen. Es ist ein Verfahren der Zukunft“, so Ulrich Grunewald.

Dass man auch Metall als Werkstoff für den 3-D-Druck verwenden kann, wurde von Koen Mentink präsentiert, Geschäftsführer der Firma Hittech Bihca in Winterswijk. Hier konnten die Gäste genauere Einblicke bekommen, wie beispielsweise durch Auftragsschweißen oder Laser-Sintern mit Metall große Mengen an Material gespart werden können und welche Unterschiede diese additiven Fertigungsverfahren gegenüber herkömmlichen, zerspanenden Verfahren wie Drehen oder Fräsen aufweisen. (Simon Koller, Wirtschaftsförderung Bocholt)

 

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