Sonderpreis für urbane Produktion

Verleihung des „Sonderpreises für Urbane Produktion“: Werner Fuhrmann und Ralf Meyer von der Wirtschaftsentwicklung Bochum, Christoph Martinetz (ChargAir), Kerstin Meyer (IAT), Felix Krewerth (ChargAir) und Moderatorin Ingrid Zimmer (v.l.). Foto: Bochum Wirtschaftsentwicklung/grubenglueck

Der Gewinner „ChargAir“ verbindet Hightech und Design aus lokaler Produktion für drahtlose Ladestationen. Der Preis entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts mit dem Institut „Arbeit und Technik“ (IAT). Das Projekt soll junge Existenzgründer in NRW unterstützen.

(CB) Beim „Senkrechtstarter 2018“, dem branchenoffenen Wettbewerb für Existenzgründer in Bochum und NRW, ist jetzt erstmals der „Sonderpreis für Urbane Produktion“ vergeben worden. Gewinner ist „ChargAir“: Die Gründer Christoph Martinetz und Felix Krewerth produzieren Ladestationen, mit denen elektronische Geräte wie Smartphones oder Smartwatches kabellos geladen werden können. Prämiert wird der Sonderpreis durch die GLS-Bank mit einer Summe von 1.500 Euro. Besonders wichtig ist den beiden Gründern das Design. Die drahtlosen Ladestationen werden „handcrafted“ und „Made in Germany“ aus Edelholz, Echtleder und Aluminium gefertigt. Darüber hinaus gehören „Smart Furniture“, also smarte Möbel, zum Produktportfolio der Marke „ChargAire“, bei denen die drahtlose Ladetechnologie in die Tischplatte integriert ist. Die Materialien werden alle aus dem regionalen Umland bezogen (Recklinghausen, Schwerte, Castrop, Duisburg). Zusammengesetzt werden sie dann in Handarbeit in Bochum. Als wichtigen Grund für den Standort Bochum geben die Jungunternehmer die „ausgezeichnete geografische Lage und die gründungsförderliche Kultur“ an.
Der „Sonderpreis Urbane Produktion“ wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „UrbaneProduktion.Ruhr“ initiiert, um junge Existenzgründer zu unterstützen. Das Projekt, koordiniert vom Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) in Kooperation mit der Wirtschaftsentwicklung der Stadt Bochum, der „InWIS GmbH“ und dem „Urbanisten e. V.“, beschäftigt sich von Oktober 2016 bis September 2019 mit den Chancen und Grenzen innerstädtischer Produktionsstätten. Urbane Produktion ist ein innovativer Lösungsansatz, um neue Entwicklung in Stadtteilen voranzutreiben. Gründungen neuer, innovativer Unternehmen bilden dabei einen zentralen Baustein der Stadtteilentwicklung. Das Forschungsteam erprobt mit der Stadt Bochum, wie produzierende Gewerbebetriebe in der Zukunft wieder innerhalb der Stadt angesiedelt werden und wie Menschen gemeinsam neue Produktionsnetzwerke bilden können.

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