Gesundheitsfachberufe aufwerten

Politik zu Besuch am Gemeinschaftsstand W.I.R. Wissen.Innovation.Region“. Foto: IAT/Koopmann

IAT beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin

(CB) Das Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) war in Berlin, nahm am Hauptstadtkongress für Medizin und Gesundheit teil, als Mitmacher beim Gemeinschaftsstand W. I. R. „Wissen.Innovation.Region“ des „Netzwerks Deutsche Gesundheitsregionen“ (NDGR e.V.). In einem der sechs Fachgespräche W.I.R. ging es um die „Aufwertung der Gesundheitsfachberufe“, also vor allem um Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie. Vier Bundestagsabgeordnete diskutierten mit einem großen Fachpublikum unter anderem über die LOTSE-Studie („Logopädische Therapie und Selbstständigkeit“), die das IAT im Frühjahr für LOGO Deutschland, die Interessengemeinschaft selbstständiger „LogopädInnen und SprachtherapeutInnen“, vorgelegt hat.

Dieses Gutachten zur beruflichen und ökonomischen Situation von Selbstständigen beschreibt die Lage der Gesundheitsfachberufe wie folgt: Sie sind eine nachgewiesen leistungsstarke Säule des Gesundheitssystems, ein starkes Stück Mittelstand, ein zunehmend wichtiger werdender Nutzer digitaler Techniken und wirtschaftlich oft am Rande der Prekarität.

Dr. Achim Kessler (MdB die Linke), Maria Klein-Schmeink (MdB Bündnis 90/die Grünen), Nicole Westig (MdB FDP) und Dr. Roy Kühne (MdB CDU) waren sich im Grundsatz einig: Noch in der laufenden Legislaturperiode sollte eine Aufwertung der Gesundheitsfachberufe gelingen, die sowohl Verbesserungen bei der Leistungsfinanzierung als auch eine Aufwertung der Stellung der Gesundheitsfachberufe im Gesamtgefüge der Gesundheitsprofessionen bringt.

Jenseits solcher Mut machenden Orientierungen und Zielsetzungen herrscht aber noch viel Unklarheit über konkrete Aufwertungsschritte. Interessenverbände der Gesundheitsfachberufe – am W.I.R-Stand vertreten durch SHV, den Spitzenverband der Heilmittelverbände, den Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten sowie LOGO Deutschland – und auch einschlägiger wissenschaftlichen Einrichtungen – etwa die Hochschule für Gesundheit (HSG, in Berlin vertreten durch die Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrich) oder die Abteilung Didaktik der Human-Dienstleistungsberufe der Universität Osnabrück (Prof. Dr. Ursula Walkenhorst)   werden für Impulse und Vorschläge sorgen. Das IAT freut sich, mit seiner Expertise diese Bemühungen weiterhin zu unterstützen.