Chancen und Herausforderungen von Unternehmensgründungen

Ein Expertenworkshop am Institut „Arbeit und Technik“ diskutierte über Existenzgründungen im Quartier. Foto: Felix Brückner

Experten aus Startercentern diskutierten am Institut „Arbeit und Technik".

(CB) Rund 15 Expertinnen und Experten aus NRW-Startercentern diskutierten im Februar am Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) im Wissenschaftspark Gelsenkirchen über Chancen und Herausforderungen von Unternehmensgründungen.

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „KuDeQua - Kultur- und demografiesensible Quartierentwicklung“ statt, welches gemeinsam mit der Stadt Dortmund und der „NRW.BANK“ durchgeführt wird. Ziel des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts ist es, Lösungen für Herausforderungen in der Quartiersentwicklung zu finden. Die Etablierung von neuen Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich gesellschaftlicher Dienste, stellt hierbei ein zentrales Thema des Forschungsprojektes dar. (Für nähere Infos: kudequa.jimdo.com)

Im Rahmen des Workshops wurde insbesondere die Sicht der potenziellen Gründungsinteressierten beleuchtet. Nicht nur die Erstellung des Businessplans stellt aufgrund mangelnder kaufmännischer Qualifikationen oft eine Hürde dar, auch der „umfassende Weitblick“, welche Aufgaben und Investitionen auf das Jungunternehmen zukommen, fehlen häufig. Zudem zeigt die praktische Beratungserfahrung, dass Frauen zumeist zögerlicher sind, hohe Investitionen zu tätigen.

Aufbauend auf den allgemeinen Problemlagen bei Existenzgründungen wurden danach die spezifischen Herausforderungen von eher schwach rentierlichen Unternehmungen in Quartieren mit hohem Leerstand diskutiert. Um die Quartiere dauerhaft zu beleben und Leerstand zu vermeiden, können hier Anschubfinanzierungen helfen, aus denen sich ggf. marktfähige Unternehmen etablieren können. Um Daseinsvorsorge im Quartier zukünftig zu gestalten, sind – so zeigte der Workshop deutlich – weitere Maßnahmen, wie etwa Qualifizierung sowie ausreichend Ressourcen in den Kommunen nötig. Im Rahmen von „KuDeQua" soll ein Wegweiser erstellt werden, der hierbei unterstützen soll.