Arbeiter, Fußball, Nachbarschaft

Die IAT-Forscher Dr. Stefan Gärtner (oben Mitte) und Michael Cirkel (oben rechts) begrüßten die Gäste aus Weimar von der Bauhaus-Universität im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Foto: Michael Voregger

Das Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) begrüßte Bauhaus-Studierende aus Weimar zur Quartiersforschung.

(CB) Eine internationale Studierendengruppe der Bauhaus-Universität Weimar besuchte jetzt das Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) zu einem Austausch über Projekte zur Quartiersforschung. Die Studierenden erforschen unter Leitung von Prof. Frank Eckardt in Zusammenarbeit mit der „Stiftung Schalker Markt“ das Quartier Schalke-Nord in Gelsenkirchen.

Untersucht wird unter anderem, wie sich der Strukturwandel in der Region auf den sozialen Zusammenhalt in den ehemaligen Arbeitervierteln ausgewirkt hat. Der Sport, insbesondere der Fußball, sei dabei eine wichtige Integrationskraft für viele Menschen – und Schalke als Traditionsverein in der Industriestadt Gelsenkirchen ein herausragendes Beispiel. Einst von den Arbeitern der Kohlebergwerke gegründet und von der einheimischen Bevölkerung unterstützt habe der Verein heute Fans und Zuschauer aus aller Welt. In Zusammenarbeit mit der Stiftung „Schalker Markt“ untersucht das Bauhaus-Team, welche Potenziale in Schalke-Nord vorhanden sind und wie das Leben in der Nachbarschaft gestaltet ist.

Das Projekt will Schalke mit ähnlichen ehemaligen Arbeitervierteln in Europa vergleichen und nach Möglichkeiten suchen, wie sich deindustrialisierte Gebiete neu erfinden können. Eine Grundidee ist, dass Fußballvereine eine wichtige Rolle bei der Neugestaltung ihrer Quartiere spielen können. Die Studie wird auch Erfahrungen aus Manchester, Rotterdam und aus anderen Ländern einbeziehen.