Markt der Möglichkeiten

Beim Karrieretag verwandeln sich die Foyers der Westfälischen Hochschule am Standort Gelsenkirchen zu Messehallen und damit zu einer Kontaktbörse zwischen Studierenden, Absolventen und Unternehmen. Foto: WH/BL

Mitte Mai brachte der 13. Karrieretag der Westfälischen Hochschule einmal mehr auf einer hochschuleigenen Messe Studierende und Unternehmen zusammen. Für Studierende eine Möglichkeit, Unternehmenskontakte für ein Praktikum, für eine unternehmensgebundene Abschlussarbeit oder als künftiger Arbeitnehmer zu knüpfen. Unternehmen stellten sich umgekehrt als Anbieter von Praktikumsplätzen, als Anbieter von praxisorientierten Themen für Werkstudierende bei der Abschlussarbeit oder als Arbeitgeber und damit als Anbieter von Arbeitsplätzen vor. Das heißt heute auch gerne „Employer Branding“.

(BL) In diesem Jahr haben 85 Aussteller von diesem Markt der Möglichkeiten Gebrauch gemacht, 39 davon erstmalig. Die Hochschule stellte ihnen dafür in den beiden Eingangshallen am Standort Gelsenkirchen Messestände von zwar nur sieben bis neun Quadratmetern zur Verfügung, für die aber auch nur ein Kostenbeitrag von pauschalen 150 Euro zu zahlen war. Inklusive Parkausweis, Möblierung und Verpflegung. Und natürlich dem Wichtigsten: der Möglichkeit, Tausende von interessierten Studierenden aus über 50 Studiengängen in Technik, Naturwissenschaften, Informatik, Wirtschaft, Recht und Journalismus kennenzulernen. Dazu erhielten die Studierenden ab dem vierten Fachsemester veranstaltungsfrei und für die Studierenden aus Bocholt und Recklinghausen gab es einen Bus-transfer und Mitfahrgelegenheiten.

Das Programmheft schlüsselte die Unternehmen nach ihrem Interesse an bestimmten Studiengängen und deren Absolventen auf, sodass jeder leicht nachschlagen konnte, welche Unternehmen für den eigenen Studiengang besonders passend waren. Besonders viele Unternehmen suchten Elektrotechniker/-innen und Informatiker/-innen, Wirtschaftsexperten, Wirtschaftsingenieure und -ingenieurinnen sowie Wirtschaftsinformatiker/-innen. Der Arbeitsmarkt schien nach der Anzahl der danach suchenden Unternehmen aber auch günstig für Maschinenbauer/-innen und Mechatroniker/-innen.

Während der Vormittag vor allem im Zeichen des Kontakts zwischen Interessenten und Arbeitgebern stand, diente der Nachmittag vor allem der Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung. Dazu trafen sich Forscher der Hochschule und an Forschung und Entwicklung interessierte Firmenvertreter beim „Koop-Kaffee“. Im „Großen Saal“ stellten Professoren und Professorinnen, wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bereits laufende Kooperationsprojekte zur Forschung und Entwicklung zwischen der Westfälischen Hochschule und Unternehmen vor. Die Hochschulleitung erläuterte Möglichkeiten der Zusammenarbeit und die Unternehmensvertreter konnten sich informieren, in welchen Forschungsfeldern die Westfälische Hochschule aktuell besonders aktiv ist. Etwa in der Energieforschung oder in der Robotik.