Im Dialog mit den Unternehmen

Im Projekt soll eine gemeinsame Arbeitsstruktur aufgebaut werden, in der kontinuierlich an den Zukunftsthemen des Wirtschaftsstandortes gearbeitet wird. Foto: canstock

Das Institut „Arbeit und Technik“ geht gemeinsam mit der Stadt Bottrop neue Wege der Wirtschaftsförderung und begleitet „Bottrop2018plus“.

(CB) Neue Wege in der Wirtschaftsförderung schlägt die Stadt Bottrop mit einem Projekt ein, bei dem die Unternehmen selbst bestimmen, wohin sich der Wirtschaftsstandort entwickeln soll und welche Unterstützung sie auf dem Weg dorthin benötigen. In dem über drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Projekt „Bottrop 2018plus – auf dem Weg zu einer nachhaltigen und resilienten Wirtschaftsstruktur“ arbeitet die Stadt mit dem Faktor-10-Institut für nachhaltiges Wirtschaften und dem Institut „Arbeit und Technik“der Westfälischen Hochschule zusammen.

In einem intensiven Beteiligungsprozess sollen Unternehmen vor Ort gemeinsam mit der Stadt Strategien zur Stärkung des Standortes, aber auch der eigenen Wettbewerbsfähigkeit entwickeln. Dabei soll eine gemeinsame Arbeitsstruktur aufgebaut werden, in der kontinuierlich an den Zukunftsthemen des Wirtschaftsstandortes gearbeitet wird. Im Rahmen von so genannten „Reallaboren“ stehen interessierten Gruppen Mittel zur Verfügung, erste Strategien zur Stärkung ihrer Innovationsfähigkeit mit konkreten Maßnahmen umzusetzen. So könnte es zum Beispiel darum gehen, einen lebendigen Einzelhandel in Bottrop zu stärken, der digitale und analoge Lösungen neu entdeckt und so dem Druck des Internethandels standhält. Auch dem Bottroper Handwerk öffnet sich das Projekt, um zu beraten, wie sich Produktionsweisen im Handwerk durch die Digitalisierung verändern können und wie Handwerker dies als Wettbewerbsvorteil nutzen können.

Das IAT wird im Rahmen des Projektes die wirtschaftsstrukturelle Ausgangslage und deren Veränderungen sowie die Konzeption künftiger Aufgaben der Wirtschaftsförderung analysieren. Das Forschungsinstitut, als Koordinator und Partner in vielen weiteren nationalen und internationalen Projekten eingebunden, wird die gewonnenen Erkenntnisse mit weiteren Projektergebnissen rückkoppeln, um Synergien zu bilden, aus denen neue städtische Strategien zu einer nachhaltigen und resilienten Wirtschaftsstruktur entstehen können. IAT-Projektleiterin Judith Terstriep: „Wir sind daran interessiert zu analysieren, ob man Wirtschaftsförderung auch einmal anders organisieren kann, ob eine Steuerung auch durch die Unternehmen selbst erfolgen kann. Dies könnte ein Modell werden, von dem auch andere Städte lernen können“.