Auf roten Socken in den Ruhestand

Im Januar verabschiedete die Westfälische Hochschule Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier in den Altersruhestand zum Ende des Winter-semesters. Foto: WH/BL

Eine Netzwerkveranstaltung des Instituts für Journalismus und Public Relations verabschiedete im Januar zugleich Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier in den Altersruhestand ab Ende des Wintersemesters. Er nutzte die Veranstaltung, um noch einmal viele Menschen aus seinem Public-Relations-Netzwerk miteinander und mit den Studierenden des Studiengangs „Journalismus und Public Relations“ ins Gespräch zu bringen.

(BL) Netzwerkveranstaltung hin oder her, natürlich gab es auch eine Reihe lobender Kurzreden von besonderen Gästen der Veranstaltung, zu der sich der „Große Saal“ der Westfälischen Hochschule mit über 200 Gästen füllte. Lobende Worte fanden Staatsministerin Michelle Müntefering, die an der Westfälischen Hochschule bei Karl-Martin Obermeier studiert hat, bevor ihre politische Karriere durchstartete, genauso wie Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski, Wegbegleiter Michael Groschek, bis 2018 Landesvorsitzender der NRW-SPD, Prof. Dr. Stefan Henke, Vizepräsident der Deutschen Public-Relations-Gesellschaft, Hochschulpräsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Kollege und Kommunikations-Vizepräsident Prof. Dr. Kurt Weichler und Nadine Sander, Absolventin und langjährige Fachschaftsvorsitzende in Journalismus und Public Relations, die Obermeier als einen der Gründungsväter der heutigen Fachgruppe Kommunikation skizzierte.

Allen Rednern gemein war eine Schnittmenge von Worten, die mit „bestens vernetzt, politisch, aber auch überparteilich, beliebt, humorvoll, speziell, fachkundig, nahbar, zugänglich, menschlich, hilfsbereit, pragmatisch und bodenständig, praxisorientiert, auf Augenhöhe mit den Studierenden, eine Institution“ nicht vollständig, ungeordnet und nicht personengenau, aber den Geist der Würdigung widerspiegelt. Präsident Bernd Kriegesmann hob besonders hervor, dass Obermeier sich immer auch für die Lebensläufe der Studierenden bis an die Westfälische Hochschule interessierte, ihre Schwächen und Stärken analysierte und sie darin bestärkte, ihren individuellen Weg gehen zu können. „Sein Ziel“, so Michelle Müntefering, „war immer, ein Netzwerk zu knüpfen, das Win-win-Situationen herstellt und damit den Kuchen für alle ein bisschen größer macht.“ Musiker Norbert Labatzki hatte die Moderation der Veranstaltung, trug aber auch selbst mit der Klarinette zum Programm bei: „Bei mir bist du schejn!“

Danach wurde die Veranstaltung ihrem Anspruch des Netzwerks gerecht und Karl-Martin Obermeier nutzte sein Schlusswort, um noch geschwind einige bis viele Leute im Publikum vorzustellen als Vorlage für die anschließenden Netz-Gespräche bei Bier und Currywurst.
„Niemals geht man so ganz“, auch nicht Karl-Martin Obermeier. Fürs kommende Sommersemester hat er einen Lehrauftrag an der Westfälischen Hochschule übernommen. Und auch sonst wird er nicht die Hände in den Schoß legen, da waren sich alle Redner der Veranstaltung einig. Michael Groschek empfahl dem Hochschulpädagogen in schönstem Ruhrgebietsdeutsch, sich in der Rente die SPD vorzunehmen: „Pack se und lass se wissen, wo et langgeht.“

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Vita

  • promovierter Sozialwissenschaftler
  • bekennendes SPD-Mitglied
  • im Fernsehen Redakteur und Moderator
  • Hörfunkbeiträge für Deutschlandfunk und WDR
  • Studioleiter von Radio NRW
  • Chefredakteur des Magazins „Planen, Bauen, Wohnen“
  • Direktor und Geschäftsführer der Deutschen Hörfunkakademie
  • Inhaber der Agentur „Kommunikations-Management Obermeier“
  • Geschäftsführer bei der Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft
  • Mitorganisator und 2015 bis 2017 Gastgeber des Zukunftsforums der Deutschen Public-Relations-Gesellschaft
  • Professor an der Westfälischen Hochschule seit 2003

Quelle: https://k-mo.de/