Beste in Gelsenkirchen erhalten Preise und treffen die Business-Szene

Anfang Mai zeichnete die Westfälische Hochschule die besten Absolventen des Studienjahrs 2021 aus. Lars Baumgürtel (rechts) erhielt außerdem den Wolf-von-Reis-Aktorenpreis und Pit Yannik Podleschny (2. von rechts) den „Preis für Mensch und Umwelt in der Region“ der Abfallentsorgungsgesellschaft Ruhr (AGR). Von links: die Bachelor-Absolventen Jonathan Samuel Wirtz, Jule Best und Thomas Krause. In der Mitte von links: die Master-Absolventen Benedikt Ciroth, Robin Niedzielski, Uwe Kettler und Alexander Ribhegge. Foto: WH/BL

Bis vor Corona war es Tradition, dass die Westfälische Hochschule ihre besten Gelsenkirchener Absolventen und Absolventinnen im Beisein von Wirtschaftsvertretern auszeichnete. Anfang Mai ging das wieder: Campus und Business trafen sich wieder in Person im großen Saal der Hochschule an der Neidenburger Straße 43.

(BL) Auf der Festtagsordnung standen Studienpreise für die besten Bachelor- und Master-Graduierten aus allen Gelsenkirchener Fachbereichen, der Standortpreis Gelsenkirchen, ein Umweltpreis sowie der Wolf-von-Reis-Aktorenpreis, der nach Wolf von Reis, dem früheren Förderkreisvorsitzenden benannt ist. Den Wolf-von-Reis-Aktorenpreis erhielt Lars Baumgürtel, geschäftsführender Gesellschafter der „ZINQ GmbH & Co. KG“ in Gelsenkirchen“, für sein ehrenamtliches Engagement für die regionale Wirtschaft, den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, sein Interesse an der Entwicklung junger Menschen durch Aus- und Forbildung sowie für seine Vorreiterrolle bei klimafreundlichen Prozessabläufen und die Kreislaufwirtschaft. Den „Preis für Mensch und Umwelt in der Region“ der AGR-Gruppe – der Abfallentsorgungsgesellschaft Ruhr – erhielt der frisch zum Doktor der Naturwissenschaften graduierte Gelsenkirchener Absolvent Pit Yannik Podleschny. Er untersuchte, wie man in Polymerelektrolytmembran- Brennstoffzellen die Verwendung der Metalle Platin oder Iridium als Katalysator reduzieren kann.

Daneben verlieh die Westfälische Hochschule die eigenen Studienpreise sowie den Erich-Müller-Standortpreis 2021, dessen Name an den ersten Ingenieurschuldirektor und Gründer des Gelsenkirchener Hochschulförderkreises erinnert und der in den Kategorien Bachelor und Master verliehen wurde. Die Standortbesten kommen aus dem Kreis der Studienpreisträger und erhalten den Erich-Müller-Preis zusätzlich. Beide Preise wurden von Mitgliedern des Gelsenkirchener Förderkreises der Westfälischen Hochschule gesponsert, der Bachelor-Preis ist mit 750 Euro dotiert, der Master-Preis mit 1.500 Euro. Die Namen der Studienpreisträger blieben bis zum Abend der Verleihung ein Geheimnis, sodass am Vergabeabend für Spannung bei Preisträgern und Publikum gesorgt war. Doch dann wurde das Geheimnis gelüftet: Der Erich-Müller-Standortpreis ging in der Bachelor-Sparte an Jule Best für die Entwicklung eines Systems zur Aufwandsschätzung von Projektmanagementstunden. Bei den Mastern erhielt Robin Niedzielski den Standortpreis für eine Arbeit zur Effizienzsteigerung von Planungs- und Bauprozessen durch die Anwendung modularer Bauweisen in Verbindung mit der Methode des „Building Information Modeling“.

Die Studienpreise gingen an sechs Studenten und eine Studentin: Jule Best (Bachelor-Absolventin Maschinenbau), Thomas Krause (Bachelor-Absolvent Medizintechnik), Jonathan Samuel Wirtz (Bachelor-Absolvent Journalismus und Public Relations), Benedikt Ciroth (Master-Absolvent Management), Uwe Kettler (Master-Absolvent Medieninformatik), Robin Niedzielski (Master-Absolvent Systems Engineering und Facilities Management) und Alexander Ribhegge (Master-Absolvent Elektrotechnik). Studienpreise würdigen Abschlussarbeiten, die sich durch besondere wissenschaftliche Güte und Übernahme in die Fachpraxis auszeichnen. Außerdem darf ein/e Kandidat/in die Regelstudienzeit bis zum Abschluss um nicht mehr als ein Semester überschritten haben und muss zu den 25 Prozent Jahrgangsbesten in seinem/ihrem Studiengang zählen. Neben einer Urkunde gibt es einen Scheck über 300 Euro, der vom Hochschulförderkreis Gelsenkirchen kommt.

Talkgast der Veranstaltung war Christina Rühl-Hamers, Mitglied des Vorstands des FC Schalke 04. Sie ließ die Gäste im Podiumstalk „ins Innenleben von S04“ blicken, sowohl in sportlicher wie in finanzieller Hinsicht. Musik kam von „Mister Loop“, alias Rudi Bax aus Eindhoven/Niederlande, der als Sänger und Gitarrist mit seiner Loop-Station Musik in Echtzeit aufnimmt und in Loops wiedergibt. So entsteht live der Klang mehrerer Musiker.

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