Drohnen im Rettungseinsatz

Während der Messe „Interschutz“ in Hannover stellte Prof. Dr. Hartmut Surmann auf dem Stand des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums und der Feuerwehr Dortmund seine Einsätze mit Erkundungsrobotern und -drohnen während der letzten zwei Jahre aus, in denen er in Berlin, in Erftstadt und in Essen bei Unglücksfällen vor Ort war. Foto: WH/Hartmut Surmann

(BL) Prof. Dr. Hartmut Surmann von der Gelsenkirchener Fachgruppe Informatik nahm im Juli gemeinsam mit Studenten an der Messe „Interschutz“ in Hannover teil. Sein Thema: Wie Drohnen im Katastropheneinsatz bei der Erkundung von Unglücksorten helfen können und welche Einsätze sie in den letzten zwei Jahren geflogen sind.

Eigentlich hätte die letzte Interschutz-Messe in ihrem üblichen Fünfjahresrhythmus bereits 2020 stattfinden sollen. Wegen der Corona-Pandemie wurde sie zwei Mal verschoben, jetzt war es wieder so weit: Im Juli trafen sich in Hannover Experten und Expertinnen aus dem Rettungsdienst, der Sicherheit sowie dem Brand- und Katastrophenschutz. Mit dabei: Prof. Dr. Hartmut Surmann, Master- und Bachelor-Studenten der Fachgruppe Informatik und als Exponate die Erkundungsdrohnen, die Surmann im Laufe der letzten zwei Jahre bei Rettungseinsätzen in Berlin (Großbrand, Trikon-Ausgabe 3/2021), in Erftstadt (Überschwemmungskatastrophe an der Ahr, Trikon-Ausgabe 5/2021) und in Essen (Wohnhausbrand, Trikon-Ausgabe 3/2022) im Einsatz hatte.

„Unsere Drohnen bieten zwei Besonderheiten“, so Surmann, „zum einen liefern sie mit 360-Grad-Kameras nicht nur beeindruckende Panoramen des Einsatzgeschehens, sondern auch raumzeitliche Koordinatenpunktwolken, aus denen sich die Lage extrem genau ermitteln lässt. Zum anderen sind die Drohnen so klein, dass sie auch in einsturzgefährdete und enge Innenräume fliegen können.“ Bei ihrem Einsatz in Essen nutzte Surmann eine FPV-Drohne, wobei die Abkürzung FPV für „First Person View“ steht und die Steuerung der Drohne aus der Perspektive eines virtuellen Piloten an Bord meint. Surmann: „Meinem Wissen nach war das der erste Realeinsatz einer FPV-Drohne mit 360-Grad-Kamera und der Erzeugung eines 3-D-Punktwolke-Modells des Innenraums.“ Entsprechend umlagert war der Messestand von Interessenten und Interessentinnen.

Bei der Messedokumentation auf Youtube sind ein 360-Grad-Video zu finden, wie ein Roboter eine Tür öffnet und einen Absperrhahn schließt (https://www.youtube.com/watch?v=089mcgHA4CE) und der Vortrag von Hartmut Surmann zum kombinierten Drohneneinsatz und zu digitalen Lagemodellen (https://www.youtube.com/watch?v=x9Ifo3ZTCy8).

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