Einsatz in Berlin

Die autonomen Drohnen von Prof. Dr. Hartmut Surmann vom Gelsenkirchener Fachbereich Informatik konnten helfen, nach einem Großbrand in Berlin-Mariendorf die Brandursache zu klären. Foto: Polizei Berlin

Im Berliner Ortsteil Mariendorf gab es im Februar einen Großbrand in einer Industriehalle. Zur Klärung des Vorfalls bat das zuständige Landeskriminalamt die Experten vom „Deutschen Rettungsrobotik-Zentrum“ (DRZ) in Dortmund um Mithilfe. Dabei: Prof. Dr. Hartmut Surmann vom Gelsenkirchener Fachbereich Informatik, der seine Drohnen immer wieder für das DRZ fliegen lässt.

(BL) Zwar verfügt auch die Kriminaltechnik des Landeskriminalamts über Drohnen, aber diese können nur von Hand gesteuert werden und müssen auf Sicht fliegen. Eine Begutachtung durch den Menschen schloss sich für mehrere Wochen aus, da die Brandermittler wegen Kontamination den Brandort nicht betreten konnten. Da können die Drohnen von Hartmut Surmann mehr: Sie fliegen autonom und lieferten den Brandexperten eine hundertprozentige technische Besichtigung.

Den Start der Brandorterkundung machten Vermessungsflüge von oben, bevor die autonomen Drohnen über eine dabei festgelegte Einflugschneise ins Gebäude (oder das, was von ihm nach dem Brand übrig war) fliegen konnten. Über einen Bildschirm verfolgten die Drohnenführer die Bilder, die die Drohnen nach draußen funkten. So konnten sich die Experten langsam zum Brandherd vorarbeiten. Ergebnis der Flüge: 360-Grad-Aufnahmen aus dem Innenbereich der Halle, deren Auswertung die Brandursache klären sollte.

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