Festival zur virtuellen Realität

Tim Dierks zeigte auf dem Places-VR-Festival das Projekt „Robotersteuerung über die Hololens-Mixed-Reality-Brille“. Foto: WH/Max Pascher

Ende August trafen sich Informatik-Spezialisten und andere an der Anwendung von virtueller Realität Interessierte in Gelsenkirchen-Ückendorf zum Festival „Places“. Die Fachgruppe Informatik war mit zwei Projekten beteiligt.

(BL) Das Places-VR-Festival fand im Wissenschaftspark und an anderen Orten in Gelsenkirchen-Ückendorf rechts und links der Bochumer Straße statt und trotzte mit Abstands- und Hygieneregeln der Corona-Infektionsgefahr. In der Tiefgarage des Wissenschaftsparks entstand eine Ausstellungsfläche für die 19 Hochschulen, die ein VR-Projekt zum Wissenschaftspreis des DIVR (Deutsches Institut für virtuelle Realitäten e. V.) angemeldet hatten und aus 50 Bewerbungen für den Preis nominiert wurden. Darunter auch die Westfälische Hochschule mit zwei Master-Arbeitsprojekten aus der Fachgruppe Informatik: das Projekt „aVRika“ (Trikon berichtete in Ausgabe 1/2020), die Masterarbeit von Alessandro Wawer unter der Leitung von Prof. Katja Becker mit Co-Betreuer Prof. Dr. Gregor Lux und dem Präsentationsteam aus Adrian Janesik, Marcel-Julien Förderer, Alexander Jussen, Asma Rafi und Präsentationsleiter Prof. Dr. Gregor Lux sowie das Masterprojekt „Visual Cues – Robotersteuerung über die Hololens-Mixed-Reality-Brille“ von Franziska Rücker und Tim Dierks unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Gerken (Trikon berichtet darüber in dieser Ausgabe unter der Rubrik Forschung). Die Teams bestanden allesamt aus Mitgliedern der Westfälischen Hochschule, sei es als Bachelor- oder Master-Studierende, als Doktorand oder als wissenschaftlich Mitarbeitende. Am Ende hatten nach dem Votum der Jury mit Juror/-innen/-en aus Dortmund, Hannover, Frankfurt, Berlin, Hamburg und Köln zwar andere Hochschulen bei der Prämierung die Nase vorn, die Studierenden haben sich aber über die Nominierung sehr gefreut und waren zufrieden mit der dadurch deutlich gewordenen Leistungsanerkennung.

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DIVR

Das DIVR ist ein auf nationaler Ebene agierender Verein, der sich mit den Chancen und Risiken von XR-Technologien (Virtual Reality, Augmented Reality, Mischformen) auseinandersetzt. Es initiiert Foren und setzt auf diesen Impulse, um die verantwortungsvolle Implementierung von XR-Tech in der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft zu gewährleisten. Zudem agieren sie als Kurator von Wissen rund um das Themenfeld und stellen dieses zur Verfügung.

Das „Places_VR Festival“ ist, so das DIVR, Deutschlands erstes, größtes und frei zugängliches Festival für Virtual Reality, das mitten im Ruhrgebiet stattfindet. Sowohl für ein Fach- als auch Öffentlichkeitspublikum drehte sich vom 20. – 22. August 2020 im größten Ballungsraum Mitteleuropas alles rund ums Thema Virtual Reality, Augmented Reality und Co. Und das nicht irgendwo in einer Messehalle, stattdessen dezentral. Mit seinen außergewöhnlichen Orten wurde das Stadtentwicklungsgebiet Bochumer Straße in Gelsenkirchen-Ückendorf zur Festivalbühne. Zwischen urbanem Altbau-Charme und modernen Einrichtungen wie dem Wissenschaftspark, zwischen Bordstein und Hinterhöfen, in Ladenlokalen, Wohnungen, Kunstateliers, Kneipen, in teils sanierungsbedürftigen Leerständen traf virtuelle auf echte Realität, trafen Macherinnen und Macher auf Consumer. Quelle: DIVR