HIT 2020 – Gut informiert ins Studium

Ob in den Foyers der Hochschule (Bild), dem „Großen Saal", den Labors oder auch in den Hörsälen: Der HIT 2020 brachte wieder ein „volles Haus“ mit vielen neugierigen Schülerinnen und Schülern, die sich über die unterschiedlichen Studiengänge und Studiermöglichkeiten an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen, Bocholt und Recklinghausen informierten. Fotos: WH/MV

Die Westfälische Hochschule lud Studieninteressierte zu Beginn des neuen Jahres zum Hochschulinformationstag (HIT) auf den Campus Gelsenkirchen ein, um ihnen Live-Einblicke in die über 40 Bachelor- und dualen Bachelor-Studiengänge der Westfälischen Hochschule zu geben. Gelegenheiten dafür gab es in Probevorlesungen, Vorführungen, Labor- und Werkstattrundgängen, an Infoständen sowie im persönlichen Gespräch mit Lehrenden und Studierenden.

(MV) „Volles Haus“ hieß es in den Foyers der Hochschule Ende Januar des noch jungen Jahres 2020. Schülerinnen und Schüler verschiedener Schultypen und aus vielen Städten nahmen das Angebot wahr, sich auf dem Hochschulinformationstag (kurz Hit) in der Westfälischen Hochschule (WH) in Gelsenkirchen über ein mögliches Studium zu informieren. Dort stellten sich auch die Studiengänge der Standorte Bocholt und Recklinghausen vor. Aber, es ging nicht nur um eine Studienwahl allein, sondern auch um einen Überblick über alle in Deutschland angebotene Studienmöglichkeiten. Denn mittlerweile ist es schwierig, im Angebot von deutschlandweit über 20.000 Studiengängen den Durchblick zu bewahren und sich für eine Berufsrichtung zu entscheiden oder beispielsweise alle formalen Voraussetzungen zu kennen. Dies gilt nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für deren Lehrerinnen und Lehrer oder auch Eltern.

An vielen Schulen gibt es bereits Lehrerinnen und Lehrer, die sich zusätzlich in der Berufsberatung stark machen und ihre Schüler bei einer zukünftigen Auswahl beraten und unterstützen. Eine von ihnen ist Isabella Meurer von der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bochum. Sie besuchte den Hit das erste Mal, allerdings noch ohne Schüler ihrer Schule, um sich insgesamt einen Überblick über die Angebote der Westfälischen Hochschule zu verschaffen. Aufmerksam wurde sie durch einen Flyer, den sie klassisch auf dem Postweg erhielt. Sie findet, dass sich die Fachhochschule als Hochschultyp für Schulabgänger einer Gesamtschule besser eigne als andere Hochschultypen: „Eine Fachhochschule ist gegenüber einer Universität viel überschaubarer, arbeitet in kleineren Systemen und ist praxisnah. Dadurch ist sie für unsere Schüler besser geeignet, da sie leichter in ein Studium finden“, resümiert Meurer ihre bisherigen Erfahrungen. „Beim nächsten Male bringe ich auch die Klassen zur Hochschule mit“, versprach Meurer, die anschließend bei Robin Gibas vom „Servicezentrum Duales Studium“ einen Beratungstermin wahrnahm.

Damit Lehrkräften eine Plattform des kollegialen Austausches auf dem Hit zur Verfügung steht, hatte die „Zentrale Studienberatung“ vor dem „Großen Saal“ der Hochschule die sogenannte „Lehrerlounge“ eingerichtet. Dieser kleine Rückzugsort wurde im vergangenen Jahr erstmalig angeboten. Genutzt haben ihn neben Isabella Meurer auch Lehrkräfte des Mulvany-Berufskollegs aus Herne. Anna Große-Hovest, Lehrerin für die Fächer Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik, Mathias Weigelt, Lehrer für Wirtschaft und Sport, sowie Björn Raddatz, der Deutsch und Englisch unterrichtet, kennen den Hit schon länger. Mit 65 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sind die drei angereist. Raddatz: „Ich schätze das große Angebot hier sehr. Wir haben schon seit mehreren Jahren über die Studienberatung Kontakt zur Westfälischen Hochschule. WH-Beraterin Vanessa Schardt besucht unser Berufskolleg regelmäßig. Erst im Herbst des vergangenen Jahres stellte sie unseren Schülern Praktikumsperspektiven vor und informierte über die Wochen der Studienorientierung und den Hit.“ Recht viele Schülerinnen und Schüler des Mulvany-Berufskollegs in Herne seien bereits fest in einer Berufsausbildung. Raddatz schätzte ihre Zahl auf gut die Hälfte. Für die andere Hälfte könnte ein Hochschulstudium eine reizvolle Perspektive sein, waren sich die Lehrer einig.

Gut besucht waren auch die Kennenlern-Termine in „Halle 1“, dem „Makerspace“ der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Eröffnet wurde er Anfang 2018. Die für alle Interessierten offene Werkstatt hält ein breites Spektrum an modernen Herstellungsverfahren und Werkzeugmaschinen bereit. Mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es dort möglich, eigene Ideen umzusetzen, um so kreatives Forschen und Entwickeln kennenzulernen.

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