Kooperationen im Kaukasus

In Tiflis sahen sich Prof. Dr. Karin Küffmann (links), Prof. Jürgen Znotka (Mitte) und Prof. Dr. Laura Anderle auch in der historischen Altstadt um. Foto: priv.

Die Liste der Kooperationshochschulen der Westfälischen Hochschule wollen Prof. Dr. Laura Anderle, Prof. Jürgen Znotka und Prof. Dr. Karin Küffmann um Hochschulen im Kaukasus erweitern. Ziel ist der Austausch von Studierenden, von Lehrenden zu Gastdozenturen und zu gemeinsamen Veranstaltungen wie Symposien oder Lehrwochen.

(BL) Dazu haben die drei Lehrenden acht Hochschulen in zehn Tagen besucht, um im Gespräch mit den dort Verantwortlichen zu prüfen, ob eine Kooperation mit der Westfälischen Hochschule sinnvoll und zielführend ist. Thematisch ging es vor allem um Lehrgebiete der Gelsenkirchener Lehreinheiten Informatik, Wirtschaft und Maschinenbau. Aus der Besuchswoche hervorgegangen ist ein Plan, der sowohl eine europäische „Erasmus+“-Kooperation als auch eine Ostpartnerschaft über den „Deutschen Akademischen Austauschdienst“ (DAAD) vorsieht.

Im Partnerländerprogramm von „Erasmus+“ wollen Znotka, Anderle und Küffmann die georgische Staatliche Universität Tiflis (Ivane Javakhishvili Tbilisi State University), die ebenfalls georgische „Business and Technology University“ in Tiflis sowie die Staatliche Ingenieuruniversität Armeniens in Erewan mit der Westfälischen Hochschule zusammenführen. Sofern der entsprechende Förderantrag im Sommer bewilligt wird, stehen dann über drei Jahre insgesamt etwa 750.000 Euro für den Austausch von Studierenden, Lehrenden und für spezielle Partnerveranstaltungen als Finanzierung zur Verfügung.

Über den DAAD soll sogar ein Fünfergespann von Hochschulen entstehen: Beteiligt sind neben der Westfälischen Hochschule erneut die Staatliche Universität Tiflis und die Staatliche Ingenieuruniversität Armeniens, ergänzt durch die Staatliche Schota-Rustaweli-Universität in Batumi/Georgien und die Polytechnische Universität im rumänischen Temeswar, mit der die westfälische Hochschule bereits seit über zwanzig Jahren kooperiert. Sofern diese Ostpartnerschaft über den DAAD zustande kommt, stehen über drei Jahre jeweils etwa 20.000 Euro für die Kooperation zur Verfügung. Die Gelder des DAAD werden von den Projektpartnern in etwa gleicher Höhe ergänzt.

Laura Anderle: „Beide Partnerschaften mit Hochschulen im Kaukasus sind für die Studierenden an der Westfälischen Hochschule spannend, weil sie ihnen die Möglichkeit bieten, während des eigenen Studiums in Gelsenkirchen Auslandserfahrungen unter dem Dach einer Hochschulkooperation zu erleben.“ Dabei zugleich in die kaukasische Mentalität aus altchristlicher Prägung, georgischem und armenischem Nationalstolz sowie historisch sowjetischer Prägung hineinzuschnuppern, empfinden Znotka, Anderle und Küffmann als ganz besonderes Highlight sowohl für Studierende als auch für Lehrende.

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Kaukasus

Der Kaukasus ist ein etwa 1100 Kilometer langes, von Westnordwest nach Ostsüdost verlaufendes Hochgebirge in Eurasien zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer.