Praktische Einblicke in das Wirtschaftsingenieurwesen

Für die zwei Workshop-Nachmittage im Forscherhaus wurden die sechs Schülerinnen und Schüler mit einem Zertifikat für die erfolgreich absolvierten Praxistage belohnt. Foto: WFG für den Kreis Borken mbH

Wie der Berufsalltag einer Wirtschaftsingenieurin oder eines Wirtschaftsingenieurs aussieht, haben sechs Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums im Forscherhaus in Stadtlohn selbst erleben dürfen. Unter der Anleitung von Prof. Dr. Christoph Brast und Prof. Dr. Christian Heßing vom Fachbereich Maschinenbau am Campus Bocholt, konnten sie an zwei Nachmittagen im September 2022 in den Beruf hineinschnuppern.

Das Forscherhaus in Stadtlohn bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, in die faszinierenden Welten der MINT-Fächer hineinzuschnuppern (Trikon berichtete in Ausgabe 05/2021). Die jungen Forscherinnen und Forscher können sich auf spielerische Art und Weise in einer erlebnisorientierten Lernwerkstatt mit MINT-Themen auseinandersetzen. So wie zum Beispiel bei dem Workshop von Prof. Dr. Christoph Brast und Prof. Dr. Christian Heßing, die sechs Schülerinnen und Schülern einen spannenden Einblick in das Wirtschaftsingenieurwesen gewährten.

Der Workshop bestand aus zwei Teilen, genauso wie das Betätigungsfeld von Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieuren auch zweigeteilt ist. Gestartet wurde mit dem technischen Teil, bei dem die Schülerinnen und Schüler Grundlagen des Konstruierens mit wesentlichen Funktionen der Software NX kennenlernten. Der Fokus lag dabei auf dem rechnergestützten Konstruieren per Computer Aided Design (CAD). Mit diesen Grundlagen und der Hilfe von Prof. Dr. Heßing konnten die Teilnehmenden anschließend das 3D-Modell eines Flaschenöffners nach eigenen Vorstellungen konstruieren. Das Modell wurde im Anschluss an den Workshop am Campus Bocholt gefertigt.

Im zweiten Teil des Workshops hieß es für die Schülerinnen und Schüler dann, die wirtschaftliche Verantwortung für ihren Flaschenöffner zu übernehmen. Mit großer Begeisterung widmeten sie sich einem Planspiel, bei dem sie unter Anleitung von Prof. Dr. Brast in die Rolle der Geschäftsleitung schlüpften, um den Flaschenöffner zu vertreiben.

„Ich fand es faszinierend zu sehen, wie vielfältig und abwechslungsreich das Aufgabenfeld im Wirtschaftsingenieurwesen ist. Spannend war beim Konstruieren und im Planspiel zu erleben, bei wie vielen Optimierungsmöglichkeiten man technisch und kaufmännisch im Unternehmen mitgestalten und verbessern kann“, so Schülerin Emma Almering. Und auch Prof. Dr. Christoph Brast zieht ein positives Fazit: „Durch die Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Borken haben wir als Westfälische Hochschule hier im Forscherhaus die Möglichkeit, unser Studienangebot für Schülerinnen und Schüler hautnah erlebbar zu machen.“ (Dalia Ribeiro, WFG für den Kreis Borken mbH)