Robocom übt den Freistoß

Robocom 2019: Am Ende der zunächst zu verfolgenden Linie lag für jedes Roboter-Modell ein Tennisball, der als „direkter Freistoß“ über die Mauer in das zwei Meter entfernte Tor geschossen werden sollte. Foto: WH/BL

Mitte Juni fand der schon traditionelle Schülerroboterwettbewerb an der Westfälischen Hochschule statt. Gesucht wurde das Team, das am schnellsten mit seinem Roboter eine Linie verfolgen und anschließend einen Tennisball als direkten Freistoß über eine Mauer ins Tor schießen konnte.

(BL) Vor zwei Jahren haben sich die kleinen Roboter des Roboterwettbewerbs für Schüler und Schülerinnen bereits im Strafstoß geübt. In diesem Jahr stand nun erneut Fußball auf dem Wettbewerbsprogramm, dieses Mal aber in Form des Freistoßes. Doch zuvor mussten die Roboter (wie jedes Jahr) beweisen, dass sie linientreu sind, sprich: Sie mussten einer vorgegebenen Linie folgen. Am Ende der Linie kam dann die Spezialübung in Form eines direkten Freistoßes über eine zehn Zentimeter hohe, achtzig Zentimeter breite und fünf Zentimeter tiefe Mauer aus Pappe ins zwei Meter entfernte Spielzeugtor. „Da brauchten die Schülerteams schon viel Kreativität, um diese Aufgabe zu lösen“, erzählte Spielleiter Prof. Dr. Markus Rüter von der Gelsenkirchener Abteilung Elektrotechnik, die den Roboterwettkampf jedes Jahr auslobt, um Schüler und Schülerinnen an Technik und vielleicht ein technisches Studium heranzuführen. Tatsächlich haben dann auch nicht alle Roboter die Doppelaufgabe lösen können. Aber alle hatten viel Freude am gemeinsamen Wettstreit, zu dem sich so viele Schulteams angemeldet hatten, dass Rüter vor dem Wettbewerb die 16 zur Verfügung stehenden Startplätze verlosen musste.

Teilgenommen haben (in alphabetischer Ortsreihenfolge) Teams vom Dortmunder Heisenberg-Gymnasium, vom Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg und vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Dülmen, vom Essener Burggymnasium, von der Gesamtschule Ückendorf in Gelsenkirchen, aus Herne (vom Pestalozzi-Gymnasium), aus Herten (vom städtischen Gymnasium), von der Gesamtschule Hünxe, von der Gesamtschule Saarn in Mülheim, aus Olfen (von der Wolfhelmgesamtschule), aus Recklinghausen (vom Gymnasium Petrinum und vom Max-Born-Berufskolleg), von der Gesamtschule Waltrop, vom Berufskolleg Wesel und von der Xantener Gesamtschule im Ortsteil Sonsbeck. Außer Konkurrenz und damit als Schnupper-Team ging außerdem ein Team von der „Freien Christlichen Gesamtschule“ in Düsseldorf an den Start.

Am Ende standen die Jüngsten ganz oben auf dem Siegertreppchen: Den Wettbewerb für sich entscheiden konnten die „RoboNerds“ aus Hünxe und bewiesen damit, wahre Nerds zu sein.

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