Thyssenkrupp nutzt die Kreativität von JPR

JPR-Institutsdirektor Prof. Dr. Matthias Degen (l.) im Gruppenfoto mit allen Gewinnern: 1. Platz: Gruppe 17, Michelle Abts, Barkin Akgül, Agnes Gora, Marc Hoffmann, Marvin Hoffmann, Lena Kaczmarczyk, Ricarda Kleine, Phil Kwasnitza, Sarah Mecklenburg, Eva Pinger, Clarissa Schott, Sabrina Sutor und Julia Warns; 2. Platz: Gruppe 11, Roberta Aurich, Katharina Hollstein, Luisa Homberg, Liliane Kaden, Cindy Krause, Sven Lidicky, Julia Lösing, Julius Prior, Nick Rasmus, Antonia Schmidt, Anna Surma, Tom Veltrup und Oliver Wichmann; 3. Platz: Gruppe 7, Magdalena Austermann, Nadja Biriuk, Therese Sophie Bludau, Juliette Chostakoff, Pia Hermann, Luca Hertling, Hala Khonsor, Jan-Simon Lischewski, Maren Mußenbrock, Sabrina Ouazane, Johannes Wenzel, Jonathan Wirtz und Carolin Zyber. Foto: WH/JPR

Es war der größte Auftraggeber, den das Institut bislang hatte: Weltkonzern „thyssenkrupp“ beauftragte die JPR-Studierenden mit der Konzeption einer Kommunikationskampagne. 240 Teilnehmende traten für eine Woche in einen Wettbewerb der kreativen Ideen. Die Siegergruppe überzeugte mit einer klug durchdachten wie simplen Strategie.

Die Projektwoche 2019 war noch keine Stunde alt, als den JPR-Studierenden (Journalismus und Public Relations) eines klar wurde: Dieser Auftrag ist eine wirklich große Nummer. Dr. Eric Marzo-Wilhelm, „Head of Internal Communications der thyssenkrupp AG“, stellte im großen Saal der Westfälischen Hochschule sein Unternehmen und den Wunsch an das Institut vor: Entwickelt eine Kommunikationskampagne für die Mitarbeitenden von „thyssenkrupp“. Das sind immerhin über 150.000, verteilt auf der ganzen Welt. Eine große Aufgabe, bei der sich einige am Montag noch nicht vorstellen konnten, wirklich an ihr wachsen zu können. Doch es klappte – wieder einmal.

Projektwochen sind mittlerweile eine wichtige Tradition im Institut. Die Studierenden arbeiten fünf Tage lang semesterübergreifend und erzeugen so den unvergleichlichen JPR-Spirit und eine familiäre Atmosphäre. Gleichzeitig ist das praxisnahe Konzept effektiv: Vergangene Projektwochen liefen derart erfolgreich, dass sich sogar Weltkonzerne wie „thyssenkrupp“ dafür interessieren. Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier und Prof. Dr. Matthias Degen hatten die Zusammenarbeit organisiert.

In 18 Gruppen analysierten die Studierenden die Lage vom einstigen Stahlgiganten, entwickelten Strategien für eine Kampagne und setzten erste Maßnahmen beispielhaft um. Unterstützt wurden sie von den Professoren Liebig, Obermeier, Weichler und Weinacht sowie von den sechs erfahrenen Kommunikationsexperten und -expertinnen Margrit Kehmeier, Tobias Bruse, Annika Wahl, Jan-Hendrik Raffler, Hella Sinnhuber und Anja Distelrath als Coaches. Von Montag bis Donnerstag entstanden so 18 Konzepte, wie „thyssenkrupp“ unter seinen Mitarbeitenden eine neue Unternehmenskultur etablieren kann.

Wie viel kreatives Potenzial in JPR steckt, zeigten die Studierenden am Freitag schließlich auf der größtmöglichen Bühne. „thyssenkrupp“ hatte für den Präsentationstag ins Headquarter nach Essen eingeladen und das gesamte Forum reserviert. Ein großes Setting für eine große Projektwoche. Davon ließen sich die 18 Gruppen aber nicht abschrecken und beeindruckten mit ihren Arbeiten die Jury um Marzo-Wilhelm, Sabine Dutschke (Internal Communications thyssenkrupp), Prof. Dr. Alexander Güttler (CEO komm.passion) und Chiara Hebgen (Master-Absolventin des Instituts und im Employer Branding von „innogy“). Eine Gruppe schrieb binnen einer Woche eine funktionsfähige Smartphone-App, die die Jury live testen konnte. Andere Vorschläge zielten auf die Einführung eines Festivals, eines Ratingsystems für interne Kommunikation oder „Blind Dates“ für Mitarbeitende. Moderiert wurde die Veranstaltung von JPR-Absolvent und Radio-Moderator Tom Schachtsiek.

Über den Sieg im internen JPR-Wettbewerb freute sich Gruppe 17, die von der Jury für die umfangreich und klug entwickelte Konzeption gelobt wurde. Die Strategie griff den Slogan des Unternehmens „engineering. tomorrow. together“ auf und stellte ein Stufenmodell vor, wie mit der Einführung von „Entwicklungstagen“ die Mitarbeitenden selbst eine Kultur erarbeiten können. „Engineering. tk. together.“ lautete der Slogan der Gruppe, eine simple wie intelligente Idee für den größten Auftraggeber, den JPR bislang hatte.
(Tim Osing)