Von der Forschung zum Produkt

Prof. Anke Bernotat von der Folkwang-Universität der Künste erläuterte unter der Überschrift „Nature’s nurture“, was Design von der Natur lernen kann. Foto: WH/BL

Mitte November lud die Westfälische Hochschule gemeinsam mit der Otto-Spaleck-Stiftung zu ihrem bereits vierten Bionik-Workshop in die Hochschulabteilung Bocholt ein. Vor allem Entwickler in kleinen und mittleren Unternehmen gehörten zur Zielgruppe, die Veranstaltung stand aber auch alle anderen Interessierten offen.

(BL) Die Bionik als Kombination aus Biologie und Technik kuckt sich in der Natur ab, was Menschen technisch gebrauchen können. Zwischen Vorbild und Anwendung muss die Forschung zeigen, welche natürlichen Funktionen wie in Technik umgesetzt werden können. Ergebnisse dieser Forschung zeigte der vierte Bionik-Workshop an der Westfälischen Hochschule in Bocholt. Dabei erläuterte etwa Prof. Anke Bernotat von der Folkwang-Universität der Künste, was Design von der Natur lernen kann. Tief in die Technik stieg der Vortrag, den Jens Schoppen vom Unternehmen „Haake Technik“ gemeinsam mit Dr. Michael Bennemann vom Bionik-Institut der Hochschule zu bionisch inspirierten Druck- und Abstandssensoren hielt. Die Entfernungsmessung bei Laufrobotern nach dem Vorbild der Wüstenameise war das Thema von Barbara Schlögl, ebenfalls vom Institut für Bionik der Westfälischen Hochschule.

Wie auf künstlicher Intelligenz beruhende Robotersysteme im industriellen Kontext arbeiten, erläuterte Philip Kurreck von der Hochschule München und zugleich Partner der BMW-Gruppe. Wie sinnvoll bionische Werkzeuge in der industriellen Produktentwicklung sind, besprach Mario Stegerer von der „Brose Fahrzeugteile GmbH“. Im Umfeld des Workshops gab es Poster und Exponate zur bionischen Forschung und Entwicklung, zum Dialog am Schluss Bier und Brezeln.

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