Vortrag zu Technik im Spannungsfeld des Umweltschutzes hilft Kindern und fördert nachhaltige Studierenden-Projekte

Einen Lions-Scheck in Höhe von 600 Euro erhielt Prof. Dr. Alexander Sauer (l.), Bionik-Studiengangsleiter an der Westfälischen Hochschule in Bocholt, aus der Hand von Ilka Rösing (r.) zur Förderung nachhaltiger Projekte seiner Studierenden, an denen die Bionik-Studentinnen Annabel Graf (2.v.l.) und Tania Cocinou (2.v.r.) voraussichtlich beteiligt sein werden. Foto: WH/Frank Büning

Im April veranstaltete der „Lions Club“ an der Westfälischen Hochschule in Bocholt ein wissenschaftliches Streitgespräch zwischen zwei Bionik-Professoren der Hochschule Rhein-Waal. Ihr Thema: Wie lassen sich die Nutzung von Ressourcen und die Schonung der Umwelt zusammendenken? Die Veranstaltung begrüßte rund 200 zahlende und spendende Zuhörer, der Erlös ging im Juli an Studienprojekte an der Westfälischen Hochschule, der Hochschule Rhein-Waal und an das Friedensdorf Oberhausen.

(BL) Die menschliche Zivilisation baut auf Technik. Die Gewinnung von Bodenschätzen und die technische Nutzung natürlicher Ressourcen bedeutet aber zugleich eine Gefahr für die Umwelt, für Menschen, Tiere und Pflanzen. Etwa wenn Ölbohrinseln durch ihren Lärm Wale taub machen und diese stranden. Oder wenn infolge einer Klimaerwärmung Polkappen schmelzen und kaum über der Meeresoberfläche liegende Landschaften fluten. Studierende der Bionik sind an der Nahtstelle von „Natur als Vorbild“ und „Technik als Nutzung“. Sie müssen daher lernen, einen Ausgleich zwischen beiden zu finden und die schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt des Menschen zu mindern, wenn die Welt nachhaltig überleben soll. „In diesem Spannungsfeld führten die beiden versierten Bionik-Professoren, der Kanadier William Megill und der Däne Niels Ostergaard, ein sehr lebhaftes und eingängiges Zwiegespräch“, so Dr. Sylvia Löhr vom „Lions Club Bocholt Westfalia“, die gemeinsam mit Ilka Rösing den Abend für die Löwen-Klubs Bocholt, Emmerich, Rees, Hamminkeln, Issel, Rhede und Westmünsterland organisiert hatte. Am Ende des Abends klingelten 3.800 Euro Eintrittsgelder von den Zuhörerinnen und Zuhörern sowie Spenden in der Kasse. Die Hälfte davon geht an das Friedensdorf Oberhausen, das verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten betreut. Ein Drittel geht an die Hochschule Rhein-Waal und ein Sechstel an die Westfälische Hochschule in Bocholt für studentische Projekte, die sich um nachhaltige und umweltfreundliche Technik-Projekte kümmern werden.