Editorial

Prof. Dr. Bernd Kriegesmann. Foto: Sven Lorenz

Die Forderung, in der Emscher-Lippe-Region in Bildung und Wissenschaft zu investieren, ist nicht neu, hat allerdings aktuell wieder an Sichtbarkeit gewonnen. Wenn man sich die bestehende Wissenschaftslandschaft in der Region vor Augen führt und etwa mit der Hellweg-Zone und den dort in großem Umfang angesiedelten wissenschaftlichen Institutionen vergleicht, kann man auch nur zu diesem Schluss kommen. Von Wissenschaftseinrichtungen gehen nicht nur vor Ort wirtschaftliche und Beschäftigungseffekte aus, sondern auch Impulse für Innovationen und Optionen für eine akademische Bildungsbiografie. Die formalen Hochschulzugangsberechtigungen (mit einer absoluten Unterrepräsentanz der allgemeinen Hochschulreife als Voraussetzung für ein universitäres Studium), die hier – anders als in anderen Regionen – dominieren, weisen darauf hin, dass Fachhochschulen oder das in NRW abgeschaffte Modell der Gesamthochschulen der richtige Weg wäre und der Ausbau anwendungsnaher Forschungskapazitäten die erhofften Effekte bewirken könnte. Egal, in welche Richtung man weiter denkt, die Westfälische Hochschule als die Wissenschaftseinrichtung in der Emscher-Lippe-Region ist aus unserer Sicht der Kristallisationskern für mehr Wissenschaft an Emscher und Lippe. Wir bringen uns mit unseren Ideen und konkreten Konzepten konstruktiv in diesen Diskurs ein.

Ihr Bernd Kriegesmann