Neues Wissen zu Banken und Gesundheitswirtschaft

Buchtitel „Raum und Banken“ : ©Nomos/Buchtitel „Gesundheitswirtschaft als Motor der Regionalentwicklung“: ©SpringerVS

Das Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) hat den Zusammenhang zwischen regionalem Raum und Banken sowie die Gesundheitswirtschaft als Motor der Regionalentwicklung untersucht.

(CB) Den regionalen Sparkassen und Kreditgenossenschaften gelang es in der Finanzkrise, die Kreditvergabe an Unternehmen zu steigern, während Groß- und Landesbanken Kredite kürzten. Welche Rolle räumliche Nähe und Vertrauen für Informationsbeschaffung und Entscheidungsfindung vor Ort spielen, wird in einem gerade erschienenen Buch aus dem Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) dargelegt.

Die Autoren Dr. Stefan Gärtner und Franz Flögel liefern neben einer Analyse des deutschen Bankenmarktes einen interdisziplinären Überblick über unterschiedliche Funktionsweisen und Kompetenzen von Bankensystemen - viele kleine regionale Banken versus wenige Großbanken. Sie diskutieren die Bedeutung von Banken für die regionale Entwicklung und umgekehrt. Aus raum-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive wird die räumliche Dimension zur Klassifizierung von Bankensystemen eingeführt. Es wird die Frage erörtert, wie es den relativ kleinen regionalen Banken gelingt, im Wettbewerb zu bestehen: Ihre Dezentralität trägt zum Erfolg regionaler Banken bei, stellen die Autoren fest.

Neben einer Theoriebasierung greift das Buch auf diverse Datenanalysen, qualitative Forschungsergebnisse und Fallstudien von  Sparkassen und ihren Regionen zurück. Dabei wird aufgezeigt, wie regionale Banken Kredite vergeben, vor welchen Herausforderungen sie in Zeiten niedriger Zinsen stehen und welche strategischen Handlungsoptionen ihnen offenstehen.
Die Studie ist der zweite Band der neuen IAT-Reihe „Innovation, Raum und Kultur“, herausgegeben von Dr. Dieter Rehfeld, Dr. Stefan Gärtner, Judith Terstriep und Dr. Anna Butzin. Die Reihe thematisiert neue Pfade in der Innovationsforschung aus interdisziplinärer Sicht.

Gesundheitswirtschaft
Die Gesundheitswirtschaft ist in den letzten zwanzig Jahren eine wichtige Säule der Regionalwirtschaft geworden. Viele Bundesländer wie auch einzelne Regionen setzen inzwischen auf den Leitmarkt Gesundheit als einen festen Bestandteil ihrer Innovationsstrategien. Denn die Branche ist nicht nur ein bedeutender Wertschöpfungs- und Beschäftigungsträger, sondern ein wichtiger Motor für Innovationen innerhalb der Branche wie auch darüber hinaus, zeigt eine aktuelle Publikation aus dem IAT.

Die Herausgeber Elke Dahlbeck und Prof. Dr. Josef Hilbert geben mit dem Band einen Überblick über allgemeine Grundlagen und Methoden zur regionalen Gesundheitswirtschaft, über Gesundheitsherausforderungen und -chancen im internationalen Vergleich sowie über Innovationschancen und -blockaden in ausgewählten Feldern der regionalen Gesundheitswirtschaft. Die 14 Kapitel des Sammelbandes vermitteln einen interdisziplinären Blick auf das Thema und stellen Synergien der Gesundheits-, Innovations- und Strukturpolitik in den Mittelpunkt.

Das Buch erscheint in der Reihe „Gesundheit. Politik – Gesellschaft – Wirtschaft“ im Springer-VS-Verlag und wendet sich an Wissenschaftler und Praktiker aus den Bereichen der Gesundheitsversorgung, Gesundheitsökonomie und Gesundheitswirtschaft sowie regionale und kommunale Akteure aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Gärtner, Stefan/Flögel, Franz 2017: Raum und Banken: zur Funktionsweise regionaler Banken. Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges. Innovation, Raum und Kultur, Bd. 2. ISBN 978-3-8487-3773-4, http://www.nomos-shop.de/G%C3%A4rtner-Fl%C3%B6gel-Raum-Banken/productview.aspx?product=28899

Gesundheitswirtschaft:
http://www.springer.com/de/book/9783658066253