Bundeswirtschaftsministerium fördert Firmengründerkultur

Nicht mit dem Geldkoffer, sondern mit einer Schmuckurkunde kam Oliver Wittke (M.), parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, an die Westfälische Hochschule, um die Förderzusage zur nachhaltigen Förderung einer Gründerkultur im Emscher-Lippe-Raum an Präsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann (r.) und Projektleiter Prof. Dr. Michael Brodmann (l.) zu überreichen. Foto: WH/BL

Die Westfälische Hochschule entwickelt gemeinsam mit den Fachhochschulen Dortmund und Bochum ein Konzept, um forschungsbasierte Spin-offs und studentische Start-ups nachhaltig zu fördern. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Konzeptphase mit knapp 100.000 Euro. Ende Februar übergab Oliver Wittke, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, den entsprechenden Förderbescheid an die Westfälische Hochschule. Projektstart war der erste März. Das Konzept soll bis Ende August fertig sein.

(BL) Allein an der Westfälischen Hochschule sind rund zwei Drittel der knapp 9.000 Studierenden in technische, informationstechnische und naturwissenschaftliche Studiengänge eingeschrieben. Auch das Profil der Fachhochschulen in Dortmund und Bochum ist ähnlich. An allen drei Hochschulen gibt es bereits Erfahrungen mit der Förderung von gründungsinteressierten Studierenden und Ausgründungen von Firmen, die auf Forschung und Entwicklungsaktivitäten der Hochschulen beruhen. „Das geht aber noch besser und vor allem systematischer und vernetzter in der Region“, war der Ansatz von Prof. Dr. Michael Brodmann, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung an der Westfälischen Hochschule: Unter dem Dach von Ruhr-Valley, einer Innovationsoffensive der drei Hochschulen, gründeten sie einen Forschungsschwerpunkt für Mobilität und Energie in der Metropolregion Ruhrgebiet, dem bereits sieben Hochschulinstitute, über 40 Unternehmen der Energie-, Mobilitäts- und Digitalwirtschaft sowie über 30 Partner aus Forschung, Kommunen, Ministerien und Kammern angehören. Gemeinsam soll ein Konzept entstehen, um die Potenziale forschungsbasierter Spin-offs noch nachhaltiger und intensiver zu erschließen. Bereits das Konzept für diese Form von regionaler Wirtschaftsförderung ist dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) knapp 100.000 Euro wert und Oliver Wittke, Staatssekretär im BMWi, so wichtig, dass er den entsprechenden Förderbescheid persönlich in der Westfälischen Hochschule vorbeibrachte.