Energiespeicher Wasserstoff

Gruppenbild mit neuem Mitglied: Seit Juni ist die Westfälische Hochschule Mitglied im europäischen Verband ,N.ERGHY'. Während der 18. Generalversammlung in Budapest wurde die Hochschule von Dr. Ulrich Rost (zweite Reihe Mitte) vom Energieinstitut und EU-Referent Hermann Heich (rechts daneben) vertreten. Foto: N.ERGHY

Bereits seit mehreren Jahren forscht das Energieinstitut der Westfälischen Hochschule intensiv an Brennstoffzellen und der Nutzung von Wasserstoff als chemischem Speicher für elektrische Energie aus Wind, Sonne und anderen sich erneuernden Energiequellen. Jetzt ist die Hochschule dem europäischen Verband „N.ERGHY“ beigetreten, um mehr als bisher Forschungspartner in anderen europäischen Staaten zu finden.

(BL) Es geschah in Budapest und es war im Sommer: Dr. Ulrich Rost, Projektleiter der Arbeitsgruppe „Wasserstoffenergiesysteme“, und EU-Referent Hermann Heich präsentierten den Mitgliedern des europäischen Verbands „N.ERGHY“ die Westfälische Hochschule und vor allem deren Wasserstoffforschung. Die sich anschließende Abstimmung während der 18. Generalversammlung des Verbands war einstimmig positiv und der Verband hat nun ein Mitglied mehr.

Die Westfälische Hochschule erwartet von der Mitgliedschaft bei „N.ERGHY“, ihre Wasserstoffforschungsprojekte mehr als bisher auch auf europäischer Ebene bekannt machen zu können und gleichzeitig aus der internationalen Zusammenarbeit heraus das Partnernetzwerk der Gelsenkirchener Wasserstoffgruppe für multinationale Forschungsprojekte zu erweitern. In einem ersten Schritt wird Rost dazu die Hochschule auf dem Gebiet der Energiespeicherung im Wasserstoff in das europäische Netzwerk einbringen.

Das Energieinstitut hält hier bereits mehrere Patente für die PEM-Hochdruck-Elektrolyse von Wasserstoff. PEM steht für „proton exchange membrane“ oder „polymer electrolyte membrane“ und erläutert damit die Wirkweise: Mit elektrischem Strom zerlegt ein Katalysator an der Protonen-Austausch-Membran Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff. Die Energie wird dabei chemisch im Wasserstoff gespeichert und kann durch Oxidation mit Sauerstoff später wieder zurückgewonnen werden. Rost: „Ein idealer Speicher für mit Wind oder Sonnenlicht erzeugten Strom, der von den Nutzern gerade nicht abgerufen wird und so auf seine spätere Nutzung warten kann.“