Online-Befragung zu digitaler Technik in der Altenpflege

Digitale Technik hat längst in der Altenpflege Einzug gehalten. Foto: canstockphoto28850696

Mit einer Online-Befragung will das Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) herausfinden, wie digitale Technik in der Altenpflege eingesetzt werden kann, um Pflegekräfte zu entlasten und die Versorgungsqualität zu verbessern. Betriebsräte, Mitarbeitervertretungen und Personalräte aus stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten sind eingeladen, unter www.iat.eu/dialogsplus-umfrage.html an der Untersuchung teilzunehmen.

(CB) Digitale Technik hat längst auch in der Altenpflege/Altenhilfe Einzug gehalten. Elektronische Dokumentationssysteme, intelligente Pflegebetten, digitale Tourenplanung, Sensoren zur Sturzprophylaxe oder Telemedizin/Telecare sind nur einige Beispiele, wie Pflegekräfte in ihrer Arbeit unterstützt und die Versorgungs- und Lebensqualität der Pflegebedürftigen verbessert werden können. Einrichtungen können nach dem „Pflegepersonal-Stärkungsgesetz“ von 2018 solche Investitionen kofinanzieren lassen. Einführung und Anwendung sind aber auch für Pflegeeinrichtungen mit großen Herausforderungen verbunden. Gestaltungsstrategien sind gefragt: Welche Technik ist für die Einrichtung oder den Pflegedienst geeignet? Was wird gebraucht und was nutzt im Versorgungs- und Arbeitsalltag? Welche Erwartungen bringen Mitarbeitende ein und welche Kompetenzen brauchen sie, um mit der neuen Technik umgehen zu können?

Mit diesen Fragen müssen sich nicht nur Geschäftsführungen und Leitungskräfte auseinandersetzen, sondern auch die betrieblichen Interessenvertretungen – Betriebsräte, Mitarbeitervertretungen und Personalräte. Bislang liegen kaum Erkenntnisse zu den Erfahrungen, Handlungsmöglichkeiten und Handlungsstrategien betrieblicher Interessenvertretungen im digitalen Wandel der Altenpflege/Altenhilfe vor. Diese Lücke soll durch die Online-Befragung (bis 15. Oktober) geschlossen werden. Zentrale Themen der Befragung sind: Relevanz digitaler Techniknutzung, betriebliche Mitbestimmung, Beteiligung von Mitarbeitenden, betriebliche Regelungen zur Digitalisierung sowie Strategien des Wissens- und Kompetenzerwerbs betrieblicher Interessenvertretungen.

Die Befragung ist Teil des Projektes „DialoG|S plus – Branchendialog in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft in digitalisierten Arbeitswelten“, das neue Formate für eine beteiligungsorientierte Mitgestaltung der Digitalisierung in der Altenpflege/Altenhilfe entwickelt und erprobt. Das IAT führt das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im ESF-Programm „Fachkräfte sichern“ finanzierte Projekt gemeinsam mit dem Bildungswerk „ver.di Niedersachsen, Region Osnabrück“ und dem BIG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen, Essen, durch. Zielgruppe sind Arbeit-/Dienstgeber, Fach- und Führungskräfte und betriebliche Interessenvertretungen in der Altenpflege mit dem Ziel, gemeinsame Ziele, Anforderungen und Strategien für neue digitale Lösungen in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten zu erarbeiten.
Nähere Informationen zum Projekt DialoG|S plus: https://www.iat.eu/forschung-und-beratung/projekte/2018/dialogsplus-branchendialog-in-der-gesundheits-und-sozialwirtschaft-in-digitalisierten-arbeitswelten.html