Forschungsförderung für virtuelle Mensch-Roboter-Zusammenarbeit

„Virtual-Reality-Headsets“ wie auf diesem Symbolbild hat Prof. Dr. Tom Vierjahn von der Bocholter Abteilung der Westfälischen Hochschule bereits. Dank Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen kommt jetzt noch ein Projektionssystem dazu, bei dem man wie im 3-D-Kino nur mithilfe einer leichten Brille in die virtuelle Realität eintauchen kann. Wenn alles steht, können Mensch und Industrieroboter in einer virtuellen Welt miteinander arbeiten und Produktionsabläufe untersuchen. Foto: Pixabay/Wren Handman

Prof. Dr. Tom Vierjahn vom Bocholter Fachbereich Wirtschaft und Informationstechnik erhält knapp 70.000 Euro zum Aufbau eines Labors für virtuelle Mensch-Roboter-Zusammenarbeit.

(BL) Das Geld kommt (ebenfalls, vgl. vorherige Seite) aus dem Landesprogramm „Fokus Forschung HAW-Geräte“, mit dem das Wissenschaftsministerium anwendungsorientierte Forschung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) stärken will. In Bocholt kam Prof. Dr. Tom Vierjahn, dessen Forschungsgebiete Computergrafik, virtuelle Realität und Visualisierung sind, in den Genuss von Fördermitteln in Höhe von knapp 70.000 Euro aus diesem Programm. Damit will er ein Labor aufbauen, in dem er die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Industrieroboter voranbringen will. Kernstück des Labors wird ein Projektionssystem samt leistungsstarker Computer sein, mit dem fotorealistische, virtuelle Roboterarbeitsplätze in Echtzeit dargestellt werden. Ein Tracking-System nimmt dabei die Bewegungen des Menschen auf. Wenn alles steht, können Mensch und Roboter in einer virtuellen Welt miteinander arbeiten und Produktionsabläufe planen, trainieren und verbessern. Vorteil des Virtuellen: Der Roboter kann dem Menschen nie gefährlich werden, was vor allem wichtig ist, wenn Schwerlastroboter und Mensch auf engem Raum zusammenarbeiten. Mit dem System können ganz unterschiedliche Roboter als Modell geladen werden. Die Laborausstattung ist mobil, sodass sie auch außerhalb der Hochschule eingesetzt werden kann. „Mit dem Labor lassen sich solche Arbeitsplätze schon weit vor ihrer Inbetriebnahme erproben und auf die Bedürfnisse aller Beteiligten anpassen“, beschreibt Tom Vierjahn den Praxiseffekt, den seine Forschung erzielen will.

In der aktuellen Vergaberunde für die Fördermittel hatten sich 17 Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 51 Anträgen beworben. 31 Projektanträge wurden zur Förderung ab März 2021 ausgewählt.

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