Allianz fördert Forschung, Weiterbildung und Internationalisierung

Neueingestellte, Projektkoordinator und Geschäftsstellenkoordinator

Gesine Hahn (h.l.), Dr. Eva Hansmann (h.M.), Dr. Samiro Bojarra (h.r.) und Dr. Dominik Naglav-Hansen (r.) wurden an der Westfälischen Hochschule bereits als wissenschaftlich Mitarbeitende für das Themenfeld „Forschungsförderung“ in der „Hochschulallianz ruhrvalley“ eingestellt. Prof. Dr. Michael Brodmann (v.M.) ist der zuständige wissenschaftliche Projektkoordinator, Dr. Markus Hesse (v.l.) der Koordinator der Geschäftsstelle. Foto: WH/BL

Unter dem Namen „Hochschulallianz ruhrvalley“ treiben die Fachhochschule Dortmund, die Hochschule Bochum und die Westfälische Hochschule ein Projekt voran, das gemeinsame Forschung, die Internationalisierung der Hochschulen und wissenschaftliche Weiterbildung strategisch fördern will. Gleichzeitig soll die regionale, nationale und internationale Impulswirkung des Hochschulverbundes wachsen.

(BL/BK) Die Westfälische Hochschule kümmert sich bereits seit einigen Jahren unter dem Dach der „Hochschulallianz ruhrvalley“ gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund und der Hochschule Bochum um sichere und vertrauenswürdige Technologien, die in einer digitalen und vernetzten Welt das Zusammenwirken und die intelligente Nutzung verschiedener Energieformen ermöglichen. Jetzt wurde eine neue Aktivität gestartet: Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Brodmann, Vizepräsident für Forschung und Transfer geht es um das Thema „Forschungsförderung“. „Wir wollen durch Bündelung über die drei Hochschulen mehr Forschung, ganzheitliche Forschung und mehr Forschungsschwerpunkte“, so Brodmann. Beteiligt werden dazu nicht nur die Forschenden an den drei Hochschulen, sondern auch Praxispartner aus der Region. Die neuen Forschungsprojekte sollen in nationale und europäische Forschungsprogramme eingebunden werden. Brodmann: „Wir wollen die Antragsfähigkeit unserer Forschungsideen vom Land bis zur Europäischen Union festigen und nach Möglichkeit erhöhen. Dabei hilft uns die Möglichkeit einer ganzheitlichen Betrachtung von Forschungsthemen durch die vielfältigen Kompetenzen der Forschenden aller drei Hochschulen. Das verbessert die Forschungskapazität, erweitert die Potenziale der disziplinübergreifenden Forschung und führt durch die Vernetzung des Wissens zum Fortschritt.“ Einen fachlichen Forschungsansatz hat die Allianz bereits definiert: Die Gebäudetechnik der Zukunft, die durch den Einsatz moderner Technik zu einer ressourcenschonenderen Bewirtschaftung von Gebäuden führen wird.

Neben der Forschungsförderung starteten zugleich zwei weitere Aktivitätsfelder. Federführend für das Thema der Internationalisierung ist die Fachhochschule Dortmund. Daraus sollen gemeinsame Zielregionen für die Hochschulallianz definiert werden, um sie im Hochschulverbund besser als bisher erschließen zu können. Welche weltweiten Zielregionen das sein werden, soll in den kommenden Wochen und Monaten konkretisiert werden.

Als Dritte im Bund der „Hochschulallianz ruhrvalley“ wird sich die Hochschule Bochum um die wissenschaftliche Weiterbildung kümmern. Sie soll eine umfassende Bildungsbeteiligung im Sinne des lebenslangen Lernens sowie einer innovativen Wirtschaftsraumentwicklung und Chancengerechtigkeit in der Region entwickeln und ermöglichen. Bei allen drei Themenbündeln wird die Allianz besonderen Wert auf die fortschreitende Digitalisierung von wissenschaftlicher Arbeit legen.

Für den Aufbau der drei neuen Aktivitätsfelder der Hochschulallianz gibt es ein koordiniertes System: Jede Hochschule benennt ein verantwortliches Leitungsmitglied, das die operativen Aufgaben der jeweiligen Hochschule fachlich koordiniert. Über den Fachkoordinatoren gibt es einen Lenkungsausschuss, der aus den Hochschulleitern beziehungsweise gegebenenfalls Hochschulleiterinnen der beteiligten Hochschulen besteht. Der Lenkungsausschuss ist das Beschlussgremium für die Allianz. Im angestrebten Fall wird er einvernehmlich mit den Fachverantwortlichen die Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Allianz treffen. Dem Lenkungsausschuss zur Seite steht außerdem ein Innovationsrat, der Erfahrungen aus Industrie, Politik und Gesellschaft einbringt. Er liefert „externen Input“ und soll die Hochschulallianz mit den Bedarfen und Anliegen der regionalen und internationalen Zielgruppen verknüpfen.

Gefördert wird das Projekt durch die Mercator-Stiftung, die dafür fünfeinhalb Millionen Euro zur Verfügung stellt. Dienstort der „Hochschulallianz ruhrvalley“ ist die zentrale, zwischen den Hochschulstandorten Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen gelegene Stadt Herne. Diese Geschäftsstelle, die Dr. Markus Hesse koordiniert, kümmert sich außerdem um einen gemeinsamen Öffentlichkeitsauftritt. Die Geschäftsstelle richtet auch regelmäßig Veranstaltungen aus und wird im Namen der Allianz Veröffentlichungen herausgeben.

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