Im Netzwerk von Gender und MINT

Zwei Menschen vor Roll-up und Flaggen

Raphael Brüne und Julia Voß stellten auf der „Network Gender & STEM Konferenz 2022“ die bisherigen Forschungsergebnisse des Projekts „Westfälische Erfinderinnen“ unter der Leitung von Prof. Dr. Kerstin Ettl vor. Foto: priv.

In der zweiten Julihälfte fand in Neubiberg bei München die „Network Gender & STEM Konferenz 2022“ statt. Für die Gender- und Innovationsforschung an der Westfälischen Hochschule nahmen Julia Voß und Raphael Brüne vom Projekt der „Westfälischen Erfinderinnen“ an der Konferenz teil.

(BL) Julia Voß und Raphael Brüne stellten persönlich und per Poster erste Erkenntnisse des Projekts der „Westfälischen Erfinderinnen“ vor. Der Postertitel: „Sticking with STEM by visualizing women’s contribution to regional innovation ecosystems through a gender-sensitive operationalization of innovation“, meint, so Julia Voß: „Dem MINT-Bereich treu bleiben: eine Visualisierung des Beitrags von Frauen zu regionalen Innovationsökosystemen durch eine geschlechtsspezfische Operationalisierung von Innovation“.

„Der besondere Fokus während der Konferenz lag für uns auf dem Thema STEM: Science, Technology, Engineering, Mathematics“, so Voß weiter. „Dabei ist STEM für uns ein Teilfaktor von Innovation allgemein.“

Das Poster stellte das Forschungsproblem dar, definierte Begriffe und erläuterte die verwendete Forschungsmethodik, bevor es um die Forschungsergebnisse in Wort und Zahl ging. Dabei ging das Forschenden-Duo auf mit beschreibenden Daten hinterlegte Indikatoren bezogen auf das Ruhrgebiet und das Münsterland ein. Die Indikatoren beschreiben die regionalen Innovationsökosysteme mit besonderem Bezug auf die Themen Wirtschaft, Wissenschaft, deren Kooperation sowie auf gendersensible Faktoren.

Feststellbar waren als Ergebnisse: ein hoher Anteil von Wissenschaftlerinnen in den Naturwissenschaften, dem jedoch eine Unterrepräsentation in Technik, Ingenieurwesen und Mathematik gegenübersteht. Außerdem: Je höher die Betrachtung der hochschulbezogenen Karrierestufen ansetzt, umso niedriger ist der Anteil von Frauen. Mehr Erfolg verzeichnen die Frauen beim „Innovationspreis NRW“ in der Kategorie „Nachwuchs“. Es zeigt sich jedoch auch, dass der „Innovationspreis Handwerk“ des Landes NRW bisher nur an Männer vergeben wurde.

Die Konferenz richtete sich an Forschende, Pädagogen und Pädagoginnen und an politische Entscheidungsträger und -trägerinnen sowie Vertreter und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Industrie und Öffentlichkeit. Über „https://www.unibw.de/gst2022-en“ gelangt man zur Dokumentation sowie zu weiteren Informationen rund um die Konferenz und das Netzwerk „Gender & STEM“.