Sicher ins Internet: immer.

Nur das kurze (rote) Stück zwischen dem Bionik-Gebäude an der Hochschulabteilung Bocholt und dem bereits vorhandenen (blauen) Glasfaserkabel trennt die Westfälische Hochschule von der gewünschten, sicheren Ringleitung zwischen allen Niederlassungen. Bald soll auch das geschafft sein. Fotografik: ZIM

Schon lange gibt es von der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen eine leitungsgestützte Verbindung zur Hochschulabteilung in Bocholt und zur Hochschulabteilung Recklinghausen. Jetzt wird zusätzlich eine Leitung zwischen Bocholt und Recklinghausen gebaut und geschaltet.

(BL) Modernes Leben: Alle Räder stehen still, wenn die Computer an der Hochschule nicht mehr ins Internet kommen oder nicht mehr auf die zentralen Dienste des Zentrums für Informationstechnik und Medien (ZIM) zugreifen können. Das könnte aber passieren, wenn eines der Glasfaserkabel durch äußeren Einfluss beschädigt wird, etwa wenn bei Straßenbauarbeiten die Baggerschaufel tiefer als geplant zugreift und so das Datenkabel zwischen Gelsenkirchen und Bocholt oder das Kabel zwischen Gelsenkirchen und Recklinghausen beschädigt oder (wie zuletzt passiert) vollständig zerstört. Zweieinhalb Tage dauerte die letzte Instandsetzung, so ZIM-Mitarbeiter Pascal Renneberg, „das bedeutete zwei Tage Overhead-Projektoren und Folien statt Rechner und Beamer“.

Um solchen Ausfällen vorzubeugen, wird demnächst mit zusätzlich vom Präsidium bereitgestellten Mitteln eine Glasfaserverbindung zwischen den Hochschulabteilungen Bocholt und Recklinghausen geschaffen und die Ringleitung so geschlossen. Dann können die Daten auch bei einer Unterbrechung zum Nutzer gelangen, nur eben andersherum im Kreis. Renneberg: „Damit ist es möglich, beim Ausfall einer Standortverbindung über den anderen Standort eine funktionierende Datenverbindung zu allen Abteilungen aufrecht zu erhalten.“
Dazu sind sowohl in Bocholt als auch in Recklinghausen nur einige Meter Tiefbau und ein entsprechend langes Kabel nötig, um den Lückenschluss zu bewerkstelligen. In Bocholt wird die Leitung im Bionik-Gebäude auf der Ostseite des Campus angeschlossen, in Recklinghausen im südlichen Bauteil 3. Der Auftrag ist bereits erteilt, die Bagger zum Verlegen der Schlussstücke können anrücken.