Krimidinner zu Nikolaus

Am Tisch des „Kapitäns“: Wer ist der Mörder? Foto: Jacqueline Schilli

Der Nikolaus brachte der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen ein paar Morde ins Haus! Aber zum Glück nur fiktive. Denn am letzten Nikolaustag fanden sich ganze 111 Studierende, Mitarbeiter und auch ein paar Lehrende der Hochschule im großen Saal zum Weihnachts-Krimidinner zusammen.

„Das ist eine Rekord-Teilnehmerzahl“, freute sich Sarah Schulz-Meierkamp von der Fachschaftsvertretung Maschinenbau. Sie hatte den Abend zusammen mit Vertretern der Fachschaften Elektrotechnik, Ver- und Entsorgungstechnik und Facility-Management sowie Journalismus und Public Relations auf die Beine gestellt. Begeistert durfte sie feststellen, dass einige Mitspieler sich verkleidet hatten. So stand ein Kapitän vor der Tür des großen Saals, schüttelte einer Studentin im Tropenforscher-Outfit die Hand und hob die Mütze, um den Schauspiel-Star zu grüßen. Sie alle stürzten sich im festlich geschmückten großen Saal wenig später auf spannende Krimi-Mordfälle. Sieben oder acht Personen saßen an je einem Tisch und waren gemeinsam einem Mordfall zugeordnet, den es zu lösen galt. Dabei wurde jedem am Tisch im Vorfeld eine unterschiedliche Rolle zugeteilt. Nur einer aus der Runde wusste, dass er der Täter ist. Den galt es für die anderen am Tisch zu überführen. Und so wurde fleißig losgerätselt. „Wo warst du, als wir im Pool waren?“, bohrten die Teilnehmer bei Schiffskoch Antonio nach, auf dessen Yacht eine Frau verschwunden war. Andere Szenarien führten die Spieler in den Urwald, in ein altes Schloss oder sogar in das Theater, wo eine Schauspielgruppe einem mysteriösen Mordfall hinterherforschte.

Weil Nachdenken bekanntlich viel Energie verbraucht, hatten die beteiligten Fachschaftsvertretungen auch für das leibliche Wohl gesorgt. Nach jeder Spielrunde eilten alle Anwesenden in Richtung des üppigen Buffets und freuten sich über drei weihnachtliche Gänge. Zu späterer Stunde bewegten sich alle Spielrunden auf die Lösung ihres Falls zu. Am Ende wurde abgestimmt: Wen hält die Gruppe für den Täter? Dabei stellte sich heraus: So einfach waren die Fälle nicht. Nur die Hälfte der Gruppen kam auf die richtige Lösung. Anderswo hatten die Täter ein geschicktes Netz aus Lügen und Intrigen aufgebaut und sich hinter ihrer Maske versteckt. Alle Anwesenden waren mit viel Spaß bei der Sache und lernten sich auch studiengangübergreifend besser kennen. Viele fragten direkt nach einer Neuauflage. „Die ist für 2019 auf jeden Fall wieder geplant“, verkündete der verantwortliche Organisator Simon Thomas von der Fachschaftsvertretung Elektrotechnik nach der Veranstaltung und freut sich schon darauf, wenn die Hobby-Ermittler erneut zusammenkommen. (Lutz Niemeyer)