Urbane Produktion

Auszeichnung im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW durch Staatssekretär Christoph Dammermann. Kerstin Meyer (3. v.l.) vom Institut „Arbeit und Technik“ nahm die offizielle Urkunde entgegen. Foto: IN4climate.NRW

Das IAT macht einen Schritt in eine klimafreundliche Zukunft.

(CB) Das Projekt „Urbane Produktion – Zurück in die Stadt“ ist jetzt in die Leistungsschau der „KlimaExpo.NRW“ aufgenommen worden. In dem Forschungsprojekt untersucht das Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) mit den „Urbanisten“, der Hochschule Bochum und der Stadt Bochum die Möglichkeiten einer Rückführung produzierenden Gewerbes in die Städte. Ziel ist es, neue Mischformen von Leben und Arbeiten zu schaffen, um so einer nachhaltigen Stadtentwicklung gerecht zu werden. „Neben den positiven klimarelevanten Auswirkungen sind positive ökonomische und soziale Wirkungen möglich“, erläutert die IAT-Forscherin Kerstin Meyer die Chancen des Projektes.

Unsere Städte sind heutzutage vielfach in Zonen für Wohn-, Handels-, Gewerbe- und Produktionsgebiete zerteilt. Mit dem kontinuierlichen Rückzug von Produktionsbetrieben aus den gemischt strukturierten Gebieten ist aber immer auch der Verlust von wohnstandortnahen Arbeitsplätzen verbunden, es entstehen weite Wege zur Arbeitsstelle, wertvolle Fläche wird verbraucht und Umweltbelastungen werden erhöht. Funktionsmischung ist deshalb ein wichtiges Element einer nachhaltigen Stadtentwicklung und einer Stadt der kurzen Wege.

Städtische Ballungsräume sind gegenüber den Wirkungen des Klimawandels besonders empfindlich. Die dichte Bebauung und Bevölkerung stellen diese Gebiete vor besondere Herausforderungen. Umso bedeutender wird für die Gestaltung einer klimagerechten Zukunft der Aspekt einer nachhaltigen Stadtentwicklung – wie sie mit dem Projekt „Urbane Produktion“ verfolgt wird.

„Für dieses beispielgebende Engagement im Klimaschutz würdigen die ,KlimaExpo.NRW‘ und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen dieses Projekt als einen Schritt in eine klimafreundliche Zukunft“ heißt es in der Würdigung. In einer Feierstunde im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW wurden jetzt zehn Klima-Vorzeigeprojekte aus dem Ruhrgebiet ausgezeichnet. Die „KlimaExpo“ stellt ein Portfolio von Projekten zusammen, welche die positiven Effekte von Klimaschutzmaßnahmen für Wirtschaft und Gesellschaft besonders gut illustrieren und damit von der regionalen bis zur internationalen Ebene als Musterbeispiele des Klimaschutzes dienen können. Der Termin in Düsseldorf war zugleich der letzte unter der Regie der bisher hinter der Initiative stehenden Landesgesellschaft „Expo Fortschrittsmotor Klimaschutz GmbH“. Die „KlimaExpo.NRW“ wird unter das Dach der „EnergieAgentur.NRW“ wechseln.