Wahl in die höchsten Ämter

Wer ab August 2020 als Präsidentin oder Präsident die Hochschule leiten wird, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden. Anfang März sind die von der Findungskommission erstellten Ausschreibungen für das Amt veröffentlicht worden. Alle sechs Jahre muss das hauptberufliche Amt laut Hochschulgesetz und Grundordnung der Westfälischen Hochschule neu ausgeschrieben werden. Als Personalsache unterliegen die Namen der Bewerber der Geheimhaltung. Aber eins hat die Stellenanzeige schon verraten: Der derzeitige Amtsinhaber stellt sich der Wiederwahl. Foto/Montage: WH/MV

Die Amtszeit des derzeitigen Präsidenten Prof. Dr. Bernd Kriegesmann endet Ende Juli 2020: Alle sechs Jahre muss laut Hochschulgesetz und Grundordnung der Westfälischen Hochschule ihr höchstes hauptberufliches Amt neu besetzt werden. Dazu wurde eine Findungskommission gebildet, die alle erforderlichen Schritte für die Neuwahl oder Wiederwahl einer Präsidentin oder eines Präsidenten vorbereitet. Neben der Präsidentenwahl steht auch die Wahl einer neuen Kanzlerin oder eines Kanzlers bevor. Denn auch die Zeit des amtierenden Kanzlers endet bald.

(MV) Bis dahin fließt ja noch viel Wasser den Rhein hinunter, könne man meinen. Doch: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“. Und deshalb haben die Senatsvorsitzende Prof. Dr. Anke Simon und der Hochschulratsvorsitzende Thomas Wessel als Köpfe der entscheidenden Gremien bereits Mitte des vergangenen Jahres die Bildung der Findungskommission gestartet. Jedes Mitglied des Senats oder Hochschulrats konnte sich für die Kommission bewerben. Aus den Bewerberinnen und Bewerbern wurden dann Ende 2018 die Kommissionsmitglieder gewählt. Die Findungskommission besteht aus jeweils drei Mitgliedern des Hochschulrats sowie drei Mitgliedern des Senats. Der Kommission gehören aus dem Hochschulrat Thomas Wessel und die Professoren Dr. Angelika Loidl-Stahlhofen sowie Dr. Martin Schulten an. Der Senat entsandte die Professoren Dr. Anke Simon und Dr. Gregor Kroesen sowie Michael Völkel. Zudem sieht die Grundordnung vor, dass der Kommission beratend die Gleichstellungsbeauftragte, die Vorsitzenden der Personalräte (wissenschaftlicher Personalrat und Personalrat für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung) sowie die derzeit amtierende Vorsitzende des „Allgemeinen Studierendenausschusses“ angehören. Die Findungskommission kann zudem beschließen, weitere beratende Mitglieder hinzuzuziehen.

In ihren Sitzungen im Februar gab sich die Kommission einen Ablaufplan und einigte sich auf einen Ausschreibungstext, der Anfang März in verschiedenen Medien veröffentlicht wurde. Die Bewerbungsfrist endete Ende April. Jetzt heißt es für die Mitglieder der Kommission, Bewerberinnen und Bewerber zu sichten und in Frage kommende Kandidatinnen und Kandidaten in einem Vorstellungsgespräch kennenzulernen. Anschließend werden die von der Findungskommission empfohlenen Bewerberinnen und Bewerber zu einer weiteren persönlichen Vorstellung in die Hochschulwahlversammlung aus Hochschulrat und Senat eingeladen, wo zu guter Letzt die Wahl der Präsidentin oder des Präsidenten stattfindet. 

Da die Stimmen aus Senat und Hochschulrat im gleichen Verhältnis zueinander stehen müssen, werden die Stimmen des zahlenmäßig größeren Senats einfach gewichtet und die des kleineren Hochschulrats 4,8-fach. Sollte keine absolute Mehrheit für eine der empfohlenen Kandidatinnen oder eines Kandidaten gefunden werden, wird die Wahl bis zu dreimal wiederholt. Falls dann immer noch keine Mehrheit gefunden ist, muss die Kommission erneut Bewerberinnen und Bewerber finden. Die neue Präsidentin oder der neue Präsident kann anschließend die nebenberuflichen Vizepräsidentinnen und -präsidenten vorschlagen, die dann ebenfalls von der Hochschulwahlversammlung gewählt werden müssen. Parallel dazu bereitet die Findungskommission auch die Wahl einer neuen Kanzlerin oder eines neuen Kanzlers vor.