Absolventen starten zeitnah und unbefristet in einen Job

Susanne Steinke (l.) von der Stabsstelle für Qualitätssicherung an der Westfälischen Hochschule und Hochschulpräsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann (r.) sehen anhand der eigenen Datenauswertung den Trend einer Mikrozensus-Studie bestätigt: Der größte Teil der Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen ist nach kurzer Zeit fest in einem Job unbefristet beschäftigt. Foto: WH/MV

Eine zu Beginn des Jahres veröffentlichte Studie auf der Basis von Mikrozensusdaten des Statistischen Bundesamtes zeigte, dass FH-Absolventen der Einstieg in den Arbeitsmarkt am besten gelingt. Die Westfälische Hochschule überprüfte anhand eigener Daten, ob diese Tendenz auch auf sie zutrifft und kam zu einem ähnlichen Ergebnis.

Mehr als 80 Prozent der Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen bekommen zeitnah einen Job, in dem sie unbefristet beschäftigt sind und mindestens 1.187 Euro monatlich netto verdienen. Nur 15 Prozent bekommen weniger und/oder sind befristet beschäftigt. Lediglich 2,4 Prozent dieser Gruppe sind als arbeitslos gemeldet. Soweit eine Studie, die Dr. Ralf Dorau vom Bundesinstitut für Berufsbildung und Dr. Robert Herter-Eschweiler vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten. Ihre Datenbasis war eine Auswertung der beruflichen Integration 18- bis 34-Jähriger im Jahr 2017 nach höchstem beruflichem Abschluss im Jahr 2015.

„Diese Entwicklung deckt sich mit den Zahlen, die an der Westfälischen Hochschule erhoben wurden“, berichtet Susanne Steinke von deren Stabsstelle für Qualitätssicherung. Die Westfälische Hochschule befragt ihre Absolventen regelmäßig etwa eineinhalb Jahre nach dem Studienabschluss. Dabei erfragt sie, ob und seit wann die Absolventen in einem festen, unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen. Die Erhebung erfolgt im Rahmen des Kooperationsprojekts „Absolventenstudien“ des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft. 84 Prozent der Befragten der jüngsten Statistik gaben an, eineinhalb Jahre nach dem Bachelor-Studienabschluss einer regulären abhängigen Beschäftigung nachzugehen. Bei Studierenden mit Master-Abschlüssen sind es sogar 93 Prozent. „Hinzu kommt noch, dass sich häufig aus den ‚regulären abhängigen Arbeitsverhältnissen‘ eine selbstständige oder freiberufliche Beschäftigung entwickelt“, ergänzt Steinke die Auswertungen.

„Dass wir nicht nur qualifizierte Fachkräfte für die Region ausbilden, sondern dass diese auch als Jobmotor für die Region wirken, zeigen die Ausgründungen zweier IT-Firmen“, berichtet Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule. „Mit ‚XignSys‘ und ‚Aware7‘ siedelten sich in Gelsenkirchen-Ückendorf jüngst zwei Internet-Sicherheitsunternehmen als Ausgründungen von Absolventen der Westfälischen Hochschule an.“

Quelle:

Dorau, Ralf u. Herter-Eschweiler, Robert: Einstieg in den Arbeitsmarkt nach erfolgreichem Abschluss. In: BWP 2/2019, S. 4-5.
URL zum Download: www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/bwp/show/9816
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