Digital erklären lernen

Mitte Juni wurde auf Initiative des Fachbereichs Informatik und Kommunikation ein Workshop für „Erklärvideos“ angeboten. Die Idee dazu hatten Dr. Henning Ahlf, Professor für Wirtschaftsinformatik insbesondere „Digitales Marketing“, und Kolja Dunkel, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachgruppe Informatik. Das Angebot nutzten Carsten Wolters, Thomas Kollakowsky, die Studentin Michelle Lehmann, Jens Gottfried, Reinhold Benning, Prof. Dr. Christian Dietrich, Prof. Dr. Henning Ahlf, die studentische Hilfskraft Kevin Pindych und Kolja Dunkel (am U-Tisch v.l.n.r.). Nicht im Bild waren Prof. Katja Becker und Prof. Dr. Jens Gerken, die erst nachmittags die Veranstaltung besuchen konnten. Die Dozenten waren (hinten v.l.) Anabel Derlam und Felix Tuna von „Draw my Business“, ein „Institut für Digitalisierung und Digital Storytelling“. Foto: WH/MV

In Zeiten der Digitalisierung untersuchen gerade auch Hochschulen, wie sie das Thema in eine zeitgemäße Lehre einbinden können und müssen. Es gilt herauszufinden, wie digitale Inhalte auszusehen haben, um von Nutzerinnen und Nutzern akzeptiert zu werden. „Einen gewisser Trend dazu lässt sich bei Video-Plattformen wie beispielsweise Youtube erkennen“, ist sich Kolja Dunkel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Informatik und Kommunikation, sicher. Gerade von Schülerinnen und Schülern werden dort Lernvideos immer mehr konsumiert und die Lehrinhalte von Lehrern oder aber auch den Schülern selbst bereitgestellt.

(MV) Über Qualitätsverbesserungsmaßnahmen bot der Fachbereich Informatik und Kommunikation im Juni erstmals einen Workshop „Erklärvideos selber gestalten“ für Hochschulmitglieder an. „Dieses Angebot entstand aus unterschiedlichen Ideen heraus, um einen ersten Aufschlag zu machen, inwieweit sich selbst erstellte Videos für die Lehre in Ergänzung, zum Nachlernen oder auch als Ersatz für Frontalunterricht eignen“, erläutern die Initiatoren Prof. Dr. Henning Ahlf und Hochschulmitarbeiter Kolja Dunkel.

Dass Studierende mehr Videos konsumieren, zeigten auch Auswertungen vom Statistikportal „Statista“. Der Trend scheint immer stärker in diese Richtung zu gehen. Die Vorteile, die Ahlf und Dunkel sehen: Selbst erstellte Lehrfilme könnten kostengünstiger erzeugt werden und deren Inhalte exakter auf die Lehrthemen abgestimmt werden. Andererseits stünden den Vorteilen anfangs ein größerer Arbeitsaufwand für die Produktion und Umsetzung sowie entsprechendes Know-how von Programmen und Technik gegenüber. Zudem muss der „Wurm dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“, wie die Redewendung sagt. Will heißen, dass auch die Inhalte leicht verständlich sein müssen, um auch jede Nutzerin und jeden Nutzer in gleicher Weise zu erreichen.

Eines haben die Teilnehmenden auf jeden Fall mitgenommen: „In der Kürze liegt die Würze“. Diese Redewendung passt als Tipp der durchführenden Dozenten Anabel Derlam und Felix Tuna von „Draw my Business“: Die Filme sollten nicht länger als vier Minuten sein und jeweils nur einzelne Prozesse und einzelne Begriffe definieren – dann klappe es auch bei der Verbindung vom Sender zum Empfänger.

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