Endlich rauchfrei

Wer rauchfrei werden will, kann sein Unterbewusstsein darauf programmieren, davon ist Seminarleiterin Anke Kronfeld überzeugt. Foto: WH/BL

Dem Fortbildungskurs über gesunde Ernährung folgte im Rahmen der internen Weiterbildungsangebote ein ganztägiges Seminar, wie man sich das Rauchen durch mentales Training abgewöhnen kann. Sieben motivierte Menschen machten mit.

(BL) Mit der richtigen Strategie zu einem rauchfreien Leben: Das war das Ziel eines Seminars der internen Weiterbildung. Geleitet wurde es von Pädagogin und Therapeutin Anke Kronfeld im Auftrag der Gladbecker „Spirit Training & Consulting“-Gesellschaft. Doch bevor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Schritt in die richtige Strategierichtung machen konnten, gab es zunächst Informationen zu den Risiken des Nikotinkonsums, auch wenn die vielleicht schon bekannt waren. Hier gab es die Bündelung: Das giftige Alkaloid Nikotin macht abhängig, zahlreiche andere Stoffe aus dem Tabak sind krebserregend. Rauchen fördert die Verengung und Verkalkung von Blutgefäßen und es bedroht die Atmungsorgane. Der Körper altert schneller, Knochen werden schwächer und heilen langsamer, die Augen sehen schlechter, Hörverlust im Alter droht. Für Männer ist das Rauchen ein möglicher Potenzkiller.

Eigentlich schon genug Vernunftgründe, es zu lassen. Doch die verstandesmäßige Einsicht reicht nicht immer, um vom Rauchen wegzukommen. Anke Kronfeld setzte daher darauf, den künftigen Nichtraucher zu belohnen: „Wer aufhört, muss für sich selbst klären, was für ihn besser ist als das Rauchen. Der Mehrwert lässt das Aufhören leichter werden.“ Mentaltraining, so Kronfeld, unterstütze die Neukonditionierung auf den neuen Wert und programmiere das Unterbewusstsein auf Erfolg. Erst werde einem der Tabak gleichgültig, dann festigt sich das neue Lebenskonzept und führt zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung.

Zum neuen Lebensgefühl gehört unter anderem, dass das Essen besser schmeckt. Und dass das eigene Leben voraussichtlich länger wird und angenehmer, denn in der Regel freuen sich Angehörige, Freunde und Kollegen über den neuen Nichtraucher. „Mein Ziel mit und für die Teilnehmer ist es, den Entschluss zum rauchfreien Leben mental mit dem Kopf, emotional mit dem Herzen und zugleich mit dem Mikrobiom für ein gutes Bauchgefühl zu fassen“, so Anke Kronfeld, „in der Regel hat man von diesem Ansatz und dieser Methode etwas für sein gesamtes Leben, nicht nur für den Entschluss, das Rauchen aufzugeben. Denn man lernt, mit Herausforderungen konstruktiv und selbstwertschätzend umzugehen.“ Als Motivationssatz empfiehlt Anke Kronfeld: „Ich will es! Ich kann es! Ich schaff es!“

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Aus der Geschichte...

Tabak, botanisch Nicotiana tabacum“, kommt im 16. Jahrhundert mit den spanischen Eroberern aus Amerika nach Europa und bekam seinen Namen zu Ehren von Jean Nicot, der den Tabak von Portugal nach Frankreich brachte. Er glaubte, es sei eine Heilpflanze gegen Geschwüre. Im 17. Jahrhundert verbreitete sich der Tabakkonsum über ganz Europa.