Fast gestrandet in Marokko

Nur über Umwege schaffte es Prof. Dr. Edda Pulst zurück nach Deutschland, bevor Marokko die Grenzen schloss. Foto: priv.

Mitte März ließ der Coronavirus Prof. Dr. Edda Pulst in Marokko stranden.

(BL) Dort hatte sie die vorlesungsfreie Zeit dafür genutzt, um junge Menschen in Marokko für einen Job in ihrem Heimatland fit zu machen. Am 14. März teilt die Lufthansa ihr mit, dass ihr Rückflug am Folgetag storniert sei, aber am 18. März nachgeholt werde. Trotzdem fährt sie zum Flughafen. Dort aber sei nur Chaos gewesen, so Pulst, verursacht von prügelnden und schreienden Menschen, die sich um die letzten Flüge nach Madrid stritten. Die Lufthansa ist nicht vertreten. Per SMS wird ihr dann mitgeteilt, dass auch der Flug am 18. März abgesagt sei. In dem Dorf, in dem sie wohnte, wurde alles geschlossen, aber die Dorfbewohner üben sich in Solidarität und versorgen die „große blonde fremde Frau“ mit. Parallel bemüht sich das Düsseldorfer Reisebüro, über das Pulst Hin- und Rückflug nach Marokko gebucht hatte, um Alternativen. Pulst wird auf einen Flug der British Airways nach London gebucht, strandet dort noch kurzzeitig, bevor sie am Folgetag ein weiterer Flug zum Flughafen Köln-Bonn trägt. In diesem Augenblick erhält sie die Nachricht, dass Marokko den Notstand ausgerufen und alle Grenzen geschlossen hat.

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