Gedenken an Prof. Dr. Heinz-Jürgen Pinnekamp

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Pinnekamp lehrte an der Fachhochschule Gelsenkirchen „Internes Rechnungswesen und Statistik“. 2009 ging er in den Ruhestand, jetzt verstarb er an seinem Wohnort in Münster. Das Foto stammt aus dem Jahr seiner Berufung. Foto: priv., Repro: WH/BL

Im Mai verstarb Prof. Dr. Heinz-Jürgen Pinnekamp aus dem Gelsenkirchener Fachbereich Wirtschaft. Dort hatte er von 1993 bis 2009 das Lehrgebiet „Internes Rechnungswesen und Statistik“ inne.

(BL) Vor allem die Statistik lag ihm für seine Studierenden als wichtiges Grundlagenfach am Herzen: Die Statistik hat zwar mit Rechnen zu tun, aber sie ist eine wichtige Hilfsdisziplin, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und darzustellen. Außerdem um Schlussfolgerungen ziehen zu können, denn, so Prof. Dr. Heinz-Jürgen Pinnekamp in seinen Lehrveranstaltungen, „betriebswirtschaftlich gesehen dient die Statistik als Informationsmittel zur Unternehmensführung.“ Mitte Mai verstarb Prof. Dr. Heinz-Jürgen Pinnekamp im Alter von 76 Jahren an seinem Wohnort in Münster. Dort hatte er bereits Wirtschaftswissenschaften studiert und hatte nach dem Studienabschluss in der Indus-triemarktforschung gearbeitet. In diesem Sachgebiet hatte er auch seine Doktorarbeit geschrieben, mit der er 1974 zum Doktor der Staatswissenschaften promoviert wurde. Bevor Pinnekamp zum Wintersemester 1993 an die Fachhochschule Gelsenkirchen kam, hatte er bereits an den Fachhochschulen Münster und Lemgo Lehrerfahrungen als Dozent im Bereich Wirtschaft gesammelt.

Als Heinz-Jürgen Pinnekamp 1993 an die Fachhhochschule Gelsenkirchen kam, war der dortige Fachbereich Wirtschaft nach seiner Gründung zum Wintersemester 1992/93 noch im Aufbau, Pinnekamp hat sich um den Fachbereichsaufbau verdient gemacht. Er begleitete die Berufung zahlreicher nachfolgender Kollegen als Mitglied von Berufungskommissionen und Kommissionen zur Feststellung der pädagogischen Eignung und erleichterte „den Neuen“ den Einstieg.

Der Fachhochschule Gelsenkirchen hielt er die Treue, bis er zum Ende des Sommersemesters 2009 in den Ruhestand wechselte und bevor sie zur Westfälischen Hochschule umbenannt wurde.

Den Kollegen und Kolleginnen im Gelsenkirchener Fachbereich Wirschaft blieb und bleibt er als humorvoller, ausgeglichener und herzensguter Mensch und Lehrender in Erinnerung. Er war ein Mann des kollegialen Austausches, Professor „durch und durch“, wie der Fachbereich heute sagt. Als Lehrbuchautor verfasste er Werke zur Kosten- und Leistungsrechnung, zur Finanzmathematik und zu deskriptiver Statistik. Insgesamt, so Dekan Prof. Dr. Ulrich Kloster, ein Hochschullehrer im besten Sinne des Wortes.

Die Hochschule gedenkt seiner in ehrender und dankbarer Erinnerung, ihr Mitgefühl liegt bei den zurückbleibenden Angehörigen.

Fotogalerie