Größtes Team und viele, viele Kilometer

Für die „Anradeltour“ trafen sich die Stadtradelnden des Teams „Westfälische Hochschule“ in Haltern, um gemeinsam die Region zu erkunden. Die Fahrt führte von Sythen über die Borkenberge Richtung Olfen in die Steverauen und wieder zurück. Das Bild entstand vor dem alten Truppenübungsplatz, der 2018 zum Naturschutzgebiet wurde. Das Durchqueren ist nur auf einer offiziellen Straße erlaubt, die nicht verlassen werden darf, da der Boden in dem Gebiet noch Munitionsreste enthält. Foto: privat

2019 ist das bisher erfolgreichste Jahr für das Stadtradelteam „Westfälische Hochschule“ seit der ersten Teilnahme im Jahr 2014. Mit insgesamt 31.270 gefahrenen Kilometern in einem Zeitraum von drei Wochen, einer Teamgröße von 83 Radlerinnen und Radlern sowie einer gefahrenen Durchschnittsstrecke von 377 Kilometern sparten die Stadtradelnden rechnerische 4.440 Kilogramm CO2 ein (Trikon berichtete mehrfach).

(MV) „Das Auto öfter einmal stehen lassen und auf das Rad umsteigen“ ist die Kernbotschaft der Initiative des Stadtradelns. In Zeiten eines drohenden Klimawandels wirken diese Worte umso deutlicher auf das ein oder andere Fortbewegungsverhalten. Das gilt sicherlich auch für einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westfälischen Hochschule sowie viele ihrer Studierenden. Denn die Teilnehmerzahlen der letzten Jahre stiegen an der Hochschule stetig. Aus eigener Erfahrung kann berichtet werden: Es gibt noch viel zu tun, bis ein harmonisches Miteinander im Straßenverkehr gegeben ist. Doch wie die schon alte Redewendung sagt: „Steter Tropfen höhlt den Stein“.

Diese Fahrradbegeisterung sowie das Entdecken des zweirädrigen Vehikels als Autoersatz ließen auch die gefahrenen Kilometer des Teams in diesem Jahr noch einmal steigen. Am Ende belegten die Stadradelnden der Westfälischen Hochschule mit 31.270 Radkilometern den ersten Platz in Gelsenkirchen. Aus dem Hochschulteam kamen sieben Radlerinnen und Radler über die „magische“ 1.000-Kilometergrenze in dem Drei-Wochen-Zeitraum. Erster im Team wurde Christian Sobotta mit 1.459,2 Kilometern. Erreicht hat er diese Kilometerzahl durch regelmäßiges Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort sowie mit Wochenendtouren.

Als Anerkennung erhielt das Team der Hochschule in diesem Jahr aus den Händen von Gelsenkirchens Bürgermeisterin Martina Rudowitz bei der Preisverleihungsfeier im Hans-Sachs-Haus Urkunden und Sachpreise. Ausgezeichnet wurde der erste Platz sowie das Team größer 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den meist geradelten Kilometern. Die Gutscheine und Sachpreise wurden Mitte Juli unter den Interessierten der aktiven Radlerinnen und Radler verlost. Als „Glücksfee“ zog Hochschulpräsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann die Lose. Dabei musste keine und keiner leer ausgehen, denn es waren ausreichend Preise vorhanden.

Aber nach dem „Stadtradeln“ ist vor dem „Stadtradeln“: In diesem Jahr geht es ausnahmsweise in eine weitere Runde, denn die Stadt Recklinghausen hat sich entschieden, im Zeitraum vom 31. August bis zum 21. September an der Initiative teilzunehmen. Da die Regeln eine weitere Teilnahme der Westfälischen Hochschule und ihrer Mitglieder sowie Studierenden und Freunden erlauben, sind alle Interessierten dazu eingeladen (Anmeldung Stadtradeln Recklinghausen). Das Stadtradel-Planungsteam der Westfälischen Hochschule hat wieder verschiedene Tourenvorschläge erarbeitet, um das Terrain und Radwegenetz rund um den Recklinghäuser Standort ein bisschen besser kennen zu lernen. Vielleicht wird die eine oder der andere zukünftig das Auto dann öfter einmal stehen lassen.

 

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Stadtradeln

Die Aktion „Stadtradeln“ ist eine nach Nürnberger Vorbild weiterentwickelte Kampagne des „Klima-Bündnisses“, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Ihm gehören über 1.700 Mitglieder in 25 Ländern Europas an. Das Stadtradeln dient dem Klimaschutz sowie zur Radverkehrsförderung und kann deutschlandweit von allen Kommunen an 21 zusammenhängenden Tagen – frei wählbar im Zeitraum erster Mai bis 30. September – durchgeführt werden. Mit der Kampagne stehe den Kommunen eine leicht umzusetzende Maßnahme zur Verfügung, um mit eher wenig Aufwand für nachhaltige Mobilität aktiv(er) zu werden. So steht es auf den Internetseiten der Veranstalter.