Lebendige Orte für morgen

Fassade mit Gerüst

Am Standort Gelsenkirchen nahm der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB) runde 400.000 Euro in die Hand, um am Gebäudeteil A die Wärmedämmverbundsystem-Fassaden (WDVS-Fassaden) zu sanieren. Foto: WH/BL

Unter der Überschrift „WH Campus 2020“ kümmert sich die Westfälische Hochschule bereits seit zwei Jahren um die Weiterentwicklung der Hochschulstellen als lebendige, angenehme und damit attraktive Studien-, Arbeits- und Aufenthaltsorte für Studierende, Mitarbeitende und Gäste der Hochschule. Das Ziel: „Lebendige Orte für morgen“.

(BL) Vieles ist inzwischen bereits fertig: An allen Standorten wurden Stelen- und Fassadenlogos mit integrierten Leuchtbuchstaben in der Nähe der Zu- und Eingänge montiert. In der Dunkelheit erstrahlt an den Fassaden nun das Logo der Hochschule und wird zu einem Hinkucker. Im Außenbereich kommen Fahnen, Banner und Informationstafeln hinzu, Eingänge werden überarbeitet, innen gibt es eine bessere Beschilderung, neue anthrazitfarbene Wandgestaltungen und Bereichsakzente, etwa an den Pförtnerlogen und Informationsstellen der Eingänge.

Fassadenerneuerung
Im letzten halben Jahr stand nach rund einem Viertel Jahrhundert Standzeit in Gelsenkirchen und Recklinghausen eine Fassadenerneuerung an. Am Standort Gelsenkirchen finanzierte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB) mit rund 400.000 Euro die Sanierung der Wärmedämmverbundsystem-Fassaden (WDVS-Fassaden) am Gebäudeteil A. 2.400 Quadratmeter Putzfassade wurden ausgebessert und neu angestrichen. Außerdem wurde der Fassadensockel im Bereich der Alu-Fassaden erneuert und die Dachentwässerung ertüchtigt, um Bauschäden durch eine unzureichende Dach-Entwässerung zu verhindern. Die Fassadenfarbe wurde dabei nicht verändert: Weiterhin erstrahlt die Westfälische Hochschule an der Neidenburger Straße in Weiß.

Am Standort Recklinghausen hat der BLB noch mehr Geld in die Hand genommen: Hier wurden 700.000 Euro für die Sanierung und den Neuanstrich von knapp 4.000 Quadratmetern WDVS-Putzfassaden investiert. Außerdem wurden 1.400 Quadratmeter Holzfassaden und sämtliche Holzfensteranlagen an den drei Recklinghäuser Gebäuden saniert. Eindringende Feuchtigkeit hatte dem Holz zu sehr zugesetzt. Schäden wurden ausgebessert, morsche Bauteile ganz ersetzt. Und alle Holzbauteile erhalten eine neue Oberflächenbeschichtung. Danach erstrahlt auch die Recklinghäuser Hochschulabteilung wieder wie neu, nur eben in Weiß und Holz statt in Weiß und Aluminium wie in Gelsenkirchen.

Umbau/Renovierung Mensen
Auch gastronomisch tat sich einiges an der Westfälischen Hochschule: Die Mensa in Bocholt wurde 2021 vom Akademischen Förderungswerk (Akafö) nach neuesten technischen Standards renoviert. Die Finanzierung kam dabei vor allem vom Akafö, jedoch beteiligte sich auch die Westfälische Hochschule anteilsmäßig an dem Umbau.

Innerhalb von vier Monaten wurde die Einrichtung dabei umfangreich modernisiert – mit dem Ziel, den Mensabesuch so angenehm wie möglich zu gestalten. Schon bald begrüßt die Mensa ihre Gäste statt mit den bisherigen weißen Tischen und blauen Stühlen mit modernem Interieur in Holzoptik, neuer Beleuchtung sowie einem frisch verlegten Fußboden.

Ganz neu ist die Selbstbedienungstheke, welche per Waage oder Kamera das gewählte Produkt erkennt und verbucht. Zukünftig können die Gäste somit selbst entscheiden, wie viel sie vom gewünschten Gericht essen wollen, während zugleich lange Schlangen an den Ausgabetheken vermieden werden können.

Neben optischen und technischen Neuerungen wurde aber auch die Auswahl der Speisen vergrößert. Künftig können die Gäste an der Aktionstheke zwischen verschiedenen Spezialitäten wählen, während der neue Pizzaofen zu diesem beliebten Klassiker einlädt. Das vermehrt vielleicht„die Qual der Wahl“ bei der Auswahl des Mittagessens, wird aber vielleicht in Kürze noch mehr Gäste in die Mensa locken.  
In Gelsenkirchen hat sich in der Mensa der Ein- und Ausgangsbereich geändert. Wo bisher die Tabletts abgegeben wurden, um dann über ein Transportband im Untergeschoss in die Spülküche zu gelangen, sind Zu- und Ausgang jetzt tablettfrei. Stattdessen ist die Tablettrückgabe direkt an die Wand zur Spülküche gerückt. Martina Clauß, Dezernentin für das Gebäudemanagement: „Das ist logistisch viel weniger störanfällig und effizienter als der Transport durch das Untergeschoss. Dadurch wird der Transport mit Tablettwagen somit überflüssig.“

Im Außenbereich
In den kommenden Monaten folgen weitere Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität: In Recklinghausen soll einer der Innenhöfe mit Sitzflächen ergänzt werden. In Bocholt entsteht eine halbrunde Arena als Aufenthaltsfläche direkt am Wasser mit Blick auf die Hochschule. Darüber hinaus bekommt die Terrasse vor der Cafeteria einen Sonnenschutz, die Terrasse vor der Mensa Sitzbänke am Wasser.

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