Sicher ist sicher

Zu den Aufgaben von Dr. Kathrin Wrede als Beauftragte für Gefahrstoffe und Abfall gehört auch die Betreuung der Chemikalien-Lager, von denen es schon wegen der örtlich verteilten Struktur der Westfälischen Hochschule mehrere gibt. Foto: WH/BL

Die Westfälische Hochschule hat mehrheitlich Studiengänge der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Dazu gehören Werkstätten und Labore, die entsprechend ihrer Widmung nicht nur mit Papier und Bleistift arbeiten, sondern mit zum Teil sehr speziellen Stoffen für Forschung und Lehre. Für alle aber gilt: Sicherheit geht vor – und darf nicht von Unkenntnis oder dem Wunsch, möglichst schnell und effizient zu sein, behindert werden. Daher hat die Westfälische Hochschule jetzt Dr. Kathrin Wrede als zentrale Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Themen Gefahrstoffe, Abfall und Labor.

(BL) Die Materie ist kompliziert, das weiß jede und jeder, der schon mit Laborstoffen und daraus entstehenden Abfällen zu tun hatte. Neben der Sachvielfalt kommt hinzu, dass es für viele Stoffe und deren Nutzung sowie Entsorgung gesetzliche Vorschriften gibt, die sich entsprechend dem Wissensfortschritt auch immer mal wieder ändern. Das muss man mitkriegen. Die Chemikerin Dr. Kathrin Wrede will daher viel mehr Ansprech- und Kooperations-Partnerin für die Labor- und Werkstatt-Verantwortlichen sein als mögliche Mahnerin mit dem juristisch erhobenen Zeigefinger. Die Kenntnisse dazu hat sie bereits in früheren Tätigkeiten gesammelt, als Chemielaborantin, als Studentin und später Doktorandin in der Chemie, als Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion und als wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Lehrbereichen „Molekulare Biologie“ am Hochschulstandort Recklinghausen sowie „Bionik“ am Hochschulstandort Bocholt. Außerdem verfügt sie über die Qualifikationen der Gefahrstoffbeauftragten, Abfallbeauftragten sowie als Projektleiterin für Gentechnik und entsprechend der Biostoff-Verordnung.

Zwar hat Wrede ihren Schreibtisch in Gelsenkirchen stehen, sieht sich aber als Ansprechpartnerin für alle Standorte der Westfälischen Hochschule. Dort will sie die Fachbereiche bei der Nutzung etwa von Gefahrstoffen beraten und dabei helfen, dass alles in sachlich und rechtlich geordneten Bahnen läuft. „Das ist manchmal schwierig und auch nicht immer ganz einfach zu verstehen, was nötig ist“, so Wrede, „aber gemeinsam gehen wir den sicheren Weg im Umgang mit Gefahrstoffen und Abfällen“, so ihr Angebot an die Fachbereiche der Hochschule. Regelmäßig will sie Sprechstunden an allen Standorten anbieten und hilft von „kleinen Aufgaben“ wie der Vergabe der richtigen Abfallschlüsselnummern bei der Entsorgung nicht mehr benötigter Stoffe bis zu den großen Aufgaben im Umgang mit während der verschiedenen Reaktionen entstehenden Stoffen, die dabei eben auch zum Teil von „harmlos“ zu „jetzt reaktiv und damit potenziell gefährlich“ mutieren. Außerdem will sie die Fortbildung der mit Gefahr- und Abfallstoffen beschäftigten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Auge behalten, damit diese immer auf dem aktuellsten Wissensstand sind. Dabei soll dann auch gleich das Abfallkonzept der Westfälischen Hochschule laufend aktualisiert werden.

Die Studierenden betrifft das eher wenig, denn sie stehen bei ihren Labor- und Werkstattübungen immer unter der Aufsicht erfahrener Fachleute. Sie müssen vor allem verstehen, dass man in besonderen Bereichen auch besonders geschützt sein will und muss, etwa durch die richtige Kleidung, durch Schutzbrillen und feste Schuhe. Da geht es nicht um Mode, sondern um Sicherheit.
Bei allen (vorgeschriebenen) Gefährdungsanalysen bietet Wrede den Labor-Verantwortlichen ihre Unterstützung an: „Das macht zwar Arbeit, zwingt aber auch dazu, sich selbst das Risiko vor Augen zu führen und eine vernunftorientierte Abwägung vorzunehmen, die das Arbeiten mit gefährlichen Stoffen nicht nur möglich, sondern auch möglichst effizient macht.“

Der Volksmund rät zwar mit dem Satz „Wer viel fragt, kriegt viel Antwort“ eher dazu zu schweigen als zu fragen, Kathrin Wrede möchte ihn jedoch positiv belegen: „Fragen Sie, so viel Sie wollen. Im Gespräch kommen wir gemeinsam zu Antworten und damit zur Sicherheitsregel Nr. 1: „So sicher wie nötig, so einfach wie möglich.“

Kathrin Wrede ist zu erreichen per Telefon unter 0209-9596-9742 oder per Mail an Kathrin.Wrede(at)w-hs.de.

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