Trauer um Prof. Gregor Oberholz

Im April verstarb Prof. Gregor Oberholz im Alter von 79 Jahren. Foto: FHG/SB

Im April verstarb Prof. Dr. Gregor Oberholz, der von 1972 bis 2006 im Institut für Maschinenbau lehrte.

(BL) Im April verstarb im Alter von 79 Jahren Prof. Gregor  Oberholz, der vom ersten April 1972 bis zu seiner Pensionierung mit Ablauf des Februars 2006 an der Hochschule Mathematik für Maschinenbauingenieure und automatisierte Datenverarbeitung lehrte. Während dieser Zeit erlebte er den Wechsel der Abteilung Buer der Fachhochschule Bochum zur selbstständigen Fachhochschule Gelsenkirchen. Da Oberholz bereits als junger Mann fest davon überzeugt war, in die Lehre zu wollen und das am liebsten an einer Ingenieurschule, studierte er sowohl Diplom-Maschinenbau als auch Mathematik für‘s höhere Lehramt. 1972 wurde er Professor, als aus der Ingenieurschule Buer nach der Gründung der Fachhochschulen in Nordrein-Westfalen im Jahr 1971 bereits die Fachhochschulabteilung Gelsenkirchen geworden war. Und er erinnerte gerne daran, dass er eigentlich der einzige Pädagoge im Fachbereich sei.

Seine Vorlesungen waren – so schrieb es Trikon bei seiner Pensionierung – gekennzeichnet durch besonders häufige Lehr- und Lernkontrollen in Form von Aufgaben für alle Hörer. Zum Verschnaufen gab es aber zwischendurch immer wieder Scherzaufgaben: Humor und Lehre gehörten für Oberholz zusammen und dazu. Außerdem klassische Musik, die er in seinen Klausuren im Hintergrund laufen ließ, da sie seiner Meinung nach das Erinnerungsvermögen steigere und gleichzeitig die Prüflinge entspanne. Vor Klausuren lud er die Prüfungskandidaten schriftlich und mündlich ein, sich mit Übungen auf die Klausur vorzubereiten. Wer nicht kam, wurde auch mehrfach eingeladen. „Kollege Oberholz wollte keinen zurücklassen“, erinnern sich seine langjährigen Kollegen. Mit Oberholz habe man nicht streiten können, er sei immer freundlich geblieben, um Ausgleich bemüht, bescheiden, gerade auch in Zeiten knapper Mittel.

1996 war Oberholz maßgeblich an der Gründung der Studienrichtung „Technische Dokumention“ innerhalb des Studiengangs Maschinenbau beteiligt. Dabei sollten die Studierenden sowohl die Maschinenbau-Inhalte beherrschen als auch die Methodik, die Technik so darzustellen, dass Nutzer ohne Technikausbildung sie fehlerfrei und bequem nutzen können. Bereits damals zählten Multimediatechnik und Online-Dokumentation zu den Schlüsselbegriffen der Studieninhalte. Zu dieser Zeit zählte die Fachhochschule Gelsenkirchen zu den Pionieren in Deutschland, die eine solche Studienrichtung anboten. Später ging die Studienrichtung „Technische Dokumentation“ im Studiengang „Journalismus und Public Relations“ auf.

Prof. Gregor Oberholz war durch und durch ein Menschenfreund, so seine Kollegen und Kolleginnen, die ihn kannten. Und so werden sie ihn in Erinnerung behalten.

Fotogalerie