Wie wir die Corona-Krise stemmen

Seit Anfang November hat die Westfälische Hochschule ihre „eigene“ Mund-Nase-Bedeckung. Sie ist – so wie viele andere Hochschulprodukte – über den Hochschulshop erhältlich. Alexander Jussen aus der Arbeitsgruppe Mensch-Computer-Interaktion in der Gelsenkirchener Fachgruppe Informatik war das 700. Hochschulmitglied, das sie kostenfrei erhielt. Foto: priv.

Seit Anfang 2020 kämpft die Welt gegen den Corona-Virus. Die Westfälische Hochschule stellt sich den Herausforderungen von Infektionsschutz, Online-Lehre, Präsenzveranstaltungen und Hybridlehre. Teil 5 der Trikon-Serie zur Corona-Krise gibt die Aktivitäten der Hochschule von November bis Dezember 2020 wieder.

(BL) Ende Oktober wird das Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen sehr dynamisch und das Land verschärft die Schutzbestimmungen. An der Hochschule bedeutet dies etwa, dass die Pflicht, eine textile Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, auf die „sonstigen Veranstaltungen“ ausgedehnt wird. Dazu zählen insbesondere dienstliche Besprechungen ab zehn Teilnehmenden, Gremiensitzungen, Fachkongresse und anderes. In solchen Fällen muss auch während des Termins der Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Ausdrücklich bitten Präsident und Kanzler darum, dass Veranstaltungen so weit wie möglich digital stattfinden sollen.

Dienstreisen sollen auf ein notwendiges Minium beschränkt werden, Auslandsdienstreisen in Länder, die als internationale Risikogebiete ausgewiesen sind, werden nicht genehmigt. Inlandsdienstreisen, vor allem die dienstlich erforderlichen Fahrten zwischen den Hochschulstandorten der Westfälischen Hochschule, sind jedoch weiterhin möglich.

November-Beschlüsse
Für Anfang November melden Bund und Länder neue Beschlüsse mit weiteren Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie. Das bedeutete für alle im privaten Bereich Verzicht und zusätzliche Belastungen. Für die Arbeit an der Hochschule gibt es zunächst jedoch keine neuen Anordnungen. Hochschulpräsident und -kanzler weisen jedoch vorsorglich darauf hin, dass sich der Mix aus Präsenz- und Onlineformaten in der Lehre bei Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen erneut zurückentwickeln könnte zu einem reinen Online-Betrieb: „Aus unserer Sicht wäre es gut, flexibel auf kurzfristige Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können.“

Die neuen Bundes- und Landesbeschlüsse bedingen, dass die textile Maske auch während anstehender Präsenz-Lehrveranstaltungen getragen werden muss. Von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen sind Lehrkräfte, wenn der Mindestabstand zu anderen Personen im Raum eingehalten wird.

An allen „Veranstaltungen“ in Präsenzform wie etwa Gremiensitzungen oder Fachzusammenkünfte dürfen maximal zwanzig Personen teilnehmen. Die Empfehlung lautet, solche Veranstaltungen nach Möglichkeit ganz oder ergänzend digital stattfinden zu lassen. Da gerade Veranstaltungen schwierig auf ihre Coronakonformität zu planen und zu prüfen sind, bietet das Gebäudemanagement an, Zulässigkeit und Voraussetzungen im Einzelfall zu prüfen, damit der/die Veranstalter auf der coronasicheren Seite ist/sind.

Dazu zählen allerdings keine Sportveranstaltungen. Diese sind zunächst bis zum 30. November in den Gebäuden und auf den Flächen der Westfälischen Hochschule nicht zulässig.

Prüfungszeitraum
Um den Studierenden trotz aller Unsicherheit eine längerfristige Orientierung und Planungssicherheit zu geben, teilt die Hochschulleitung die bereits jetzt mit den Fachbereichen abgestimmten Zeitfenster für die Prüfungsphasen im ersten Halbjahr 2021 mit. Prüfungen sollen dementsprechend im Zeitfenster vom achten Februar bis 28. Februar und vom 22. März bis zum elften April stattfinden können.

Advent, Advent
Zum ersten Dezember treten in Absprache zwischen den Ländern und dem Bund neue/zusätzliche Infektionschutzmaßnahmen in Kraft. Außerdem gibt es eine auf Landesebene veröffentlichte Allgemeinverfügung für den Wissenschaftsbetrieb: Präsenzlehrveranstaltungen sind bis auf Weiteres nur noch dann zugelassen, wenn sie zwingend auf besondere Räume, Ausstattungen oder andere besondere Rahmenbedingungen angewiesen sind. Das gilt etwa für Labore, Arbeitsräume oder Tonstudios. Ansonsten müssen Lehrveranstaltungen digital durchgeführt werden. Ausgenommen bleiben besondere Veranstaltungen für Erstsemester. Ab dem 16. Dezember (und bis zum 10. Januar) wurden dann alle Präsenzlehrveranstaltungen unzulässig. Die Hochschule ist wieder im vollständigen Online-Lehrbetrieb.

Auch an der Westfälischen Hochschule sind vereinzelt Corona-Infektionen bekannt geworden. Die Abstimmungen mit den Gesundheitsbehördern zeigten, dass „die Hochschule so aufgestellt ist, dass Infektionen in der Hochschule unwahrscheinlich sind“, so Präsident und Kanzler. Damit das so bleibt, bitten sie auch weiterhin um diszipliniertes Einhalten der Maßnahmen.