Wie wir die Corona-Krise stemmen

Abbildung Corona-Viren

Im Sommer 2021 sinken die Corona-Inzidenzwerte. Sorgen machen die inzwischen aufgetretenen Virusvarianten, die sich anders und aggressiver verhalten als die zunächst bekannt gewordene Alpha-Variante. Foto: Pixabay/PIRO4D

Seit Anfang 2020 kämpft die Welt gegen den Corona-Virus. Die Westfälische Hochschule stellt sich den Herausforderungen von Infektionsschutz, Online-Lehre, Präsenzveranstaltungen und Hybridlehre. Teil 9 der Trikon-Serie zur Corona-Krise gibt die Aktivitäten der Hochschule von Ende Juni bis August 2021 wieder.

(BL) Ende Juni ist die Westfälische Hochschule an allen ihren Standorten in der Corona-Inzidenzstufe 1 und kann daher weitere Öffnungen verantworten. So öffnen etwa die Bibliotheken ab dem 23. Juni wieder von 9 bis 15 Uhr, wenn auch unter Einhaltung von Corona-Schutzregelungen, aber ohne Terminvereinbarung.

Wintersemester 2021/22
Unter dem Eindruck der zurückgegangenen Infektionsgefahr plant die Hochschulleitung die kommenden zwei Semester bis Mitte 2022: Sie folgt dabei dem Anspruch, eine Präsenzhochschule zu sein und das nach den Einschränkungen durch die Pandemie auch wieder zu werden. Dabei soll das Wintersemester 2020/21 ein Übergangssemester sein, sofern keine neuen gesetzlichen Einschränkungen erfolgen müssen. Erst das Sommersemester 2022 kann, so die Hochschulleitung, wieder eine „Nach-Pandemie-Normalität“ erreichen. Die neue Normalität soll allerdings etablierte Präsenz-Lehr- und -Lernformate mit den in der Pandemie erprobten digitalen Möglichkeiten kombinieren.

Konkret soll für das Wintersemester 2021/22 gelten, dass große Lehrveranstaltungen nur in Teilpräsenz erfolgen. Bei dieser Hybridform soll ein Teil der Studierenden rollierend physisch anwesend und ein anderer Teil online zugeschaltet sein. Praktika sollen vor Übungen und vor Vorlesungen für den Präsenzbetrieb berücksichtigt werden. Erst- und Drittsemesterveranstaltungen soll Vorrang bei Präsenzformaten eingeräumt werden. Der Prüfungsbetrieb zum Ende des Wintersemesters soll wieder weitgehend in Präsenz erfolgen. Online-Prüfungen bleiben aber weiterhin möglich.

Aus der Krise lernen
Während der Corona-Krise wurden, wenn auch zu einem großen Teil unfreiwillig, neue Lehr- und Prüfungsformen erprobt. Dabei gemachte positive Erfahrungen sollen nach der Krise in die Präsenzlehre übernommen werden. Dabei geht es etwa um Videos zu Laborversuchen, Videomitschnitte zu Lehrveranstaltungen zur Vor- und Nachbereitung, um Übungen auf der Internet-Lernplattform Moodle oder das parallele Streamen von Lehrveranstaltungen. Ziel ist, lernunterstützende Formate und Angebote zu machen, die aus der Ferne und zu frei wählbaren Zeiten genutzt werden können. Diese neue Freiheit nährt die Hoffung, dass sich damit die Studienerfolgsquote verbessern lässt. Technisch muss allerdings noch in manchen Raum investiert werden, damit Hybridveranstaltungen möglich sind.

Am Ende des Semesters
Vor dem Beginn der Prüfungsperiode am Ende des Sommersemesters ruft die Hochschulleitung allen Studierenden die Corona-Schutzbestimmungen für Präsenzprüfungen ins Gedächtnis. Kurz gefasst sind es: Abmeldung und Betretungsverbot bei Corona-Infektionsverdacht, eineinhalb Meter Abstand zu anderen Personen, geeignete Mund-Nase-Bedeckung auch während der Prüfung, die Aufenthaltsdauer an der Hochschule minimieren, Menschenansammlungen vermeiden, raumscharfe Nachverfolgbarkeit der anwesenden Personen. Zusätzlich wird ein Corona-Schnelltest aus den bürgerzugänglichen Testzentren erbeten und darauf hingewiesen, dass alle Studierenden sich inzwischen unabhängig von Priorisierungen für eine Impfung anmelden können.
Viele Prüfungen erfolgen weiterhin im Online-Verfahren und damit auf Abstand von der Hochschule. Nach den Erfahrungen aus dem Vorsemester weist die Hochschule darauf hin, dass Täuschungsversuche in jedem bekannt werdenden Fall juristisch verfolgt werden.

Die Hochschule impft
Mitte Juli startet die Westfälische Hochschule eine eigene Impfaktion über den arbeitsmedizinischen Dienst. Die Aktion richtet sich mit den ersten  Schutzimpfungsdosen zunächst an die Beschäftigten der Hochschule. Die Terminvergabe erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen.

Stichdatum 10. Juli
Nordrhein-Westfalen stuft das Land zur Inzidenzstufe 0 herunter. Das macht manche Lockerung der Corona-Infektionsschutzregeln möglich, die Hochschule hält jedoch zunächst an den bestehenden Regeln fest, um Planungssicherheit für die Prüfungsphase zu erreichen. Neu für die Beschäftigten ist, dass sie, wenn sie fünf Werktage nicht gearbeitet haben – etwa wegen Urlaub oder Arbeitsbefreiung – einen Corona-Negativtestnachweis vorlegen müssen. Das kann mit einem Nachweis vom Testcenter erfolgen oder mit einem beaufsichtigten und dokumentierten Test am Arbeitsplatz. Diese Vorgabe gilt allerdings nur für diejenigen Beschäftigten, die (noch) nicht vollständig immunisiert sind.