Neben Jordanien liegt Palästina

Im September tagte Prof. Dr. Edda Pulst (4.v.r.), Wirtschaftsinformatikerin an der Hochschulabteilung Bocholt, mit deutschen und palästinensischen Kollegen im deutsch-palästinensischen Steuerungsausschuss im Bundesbildungsministerium in Berlin. Foto: Palger

Das „adapt2job“-Trainingsprogramm der Wirtschaftsinformatikerin Prof. Dr. Edda Pulst vom Hochschulstandort Bocholt erweitert seinen Wirkungskreis.

(BL) Seit mehreren Jahren engagiert sich Prof. Dr. Edda Pulst, Wirtschaftsinformatikerin am Standort Bocholt, mit ihrem „adapt2job“-Programm nicht nur bei der deutsch-jordanischen Universität (GJU). Die Inhalte, aber auch die geografische Nähe zu Palästina mögen den Ausschlag gegeben haben, dass sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in den deutsch-palästinensischen Lenkungsausschuss für das Programm „PALGER“ berufen wurde. Palger fördert die bilaterale Kooperation in Wissenschaft und Forschung von Palästina und Deutschland. Der Lenkungsausschuss sichtet die eingegangenen Förderanträge und stellt jahresweise eine Favoritenliste der förderungswürdigsten Anträge zusammen. Die letzte Sitzung war im Herbst in Berlin. Neben der Prioritätenliste bespricht der Lenkungsausschuss außerdem die zukünftigen Aktivitäten und Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Kooperation in Wissenschaft und Forschung. Geplant ist außerdem, dass sowohl der palästinensische Vizeminister für Bildung und Forschung sowie Professoren der palästinensischen Universitäten im Frühjahr zu einem „Train-the-Trainer“-Kurs mit Pulst nach Amman an die Universität kommen.

Zugleich zieht auch das „adapt2job“-Training für deutsche und jordanische Studierende weitere Kreise. Inzwischen hat das Programm bereits 15 Industriepartner. Der „adapt2job“-Partner „SMS group“, internationaler Partner in Jordanien, wird noch im Januar an der Hochschulabteilung Bocholt über „Industrie 4.0“ und die beruflichen Chancen für die Bocholter Studierenden berichten.